Vermisste 15-Jährige

Fall Rebecca Reusch - die große Rekonstruktion

Seit eineinhalb Monaten ist Rebecca aus Neukölln verschwunden. Die Mordkommission verdächtigt ihren Schwager, sie getötet zu haben.

Rebeccas Schwager wieder frei

Der Mann wurde zum zweiten Mal aus der Untersuchungshaft entlassen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin mit.

Rebeccas Schwager wieder frei

Beschreibung anzeigen

Rebecca Reusch vermisst: Der Fall in Kürze. • Fall Rebecca Reusch: Alle aktuellen Entwicklungen im Newsblog

• Rebecca Reusch (15) aus dem Neuköllner Ortsteil Britz verschwindet am 18. Februar morgens aus dem Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers.

• Der dringend tatverdächtige Schwager Rebeccas Florian R. war zur mutmaßlichen Tatzeit allein mit ihr im Haus. Das ergeben Telefondaten Rebeccas und Router-Daten im Haus.

• Die Mordkommission geht davon aus, dass Rebecca getötet wurde. Nach Ansicht der Ermittler hat sie das Haus ihres Schwagers nicht lebend verlassen.

• Im Kofferraum des Autos, das von der Schwester und dem Schwager benutzt wird, findet die Polizei Haare der Schülerin und Fasern einer verschwundenen Decke. Nach einem DNA-Test stellte sich nun heraus, dass das Haar nicht von Rebecca stammt.

• Rebeccas Schwager Florian R. (27) wird festgenommen, aber zunächst wieder wegen mangelnder Beweise frei gelassen. Nach neuen belastenden Hinweisen wird er erneut festgenommen und sitzt mehrere Wochen in Untersuchungshaft. Am 22. März wird der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben.

• Der himbeerrote Twingo des Schwagers und Rebeccas Schwester wird am 18. Februar und am 19. Februar auf der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von einem Kennzeichenerfassungssystem registriert. Nur der Schwager hatte in dieser Zeit Zugriff auf das Auto.

• Die Mordkommission veröffentlicht Fotos des Autos und des Schwagers, obwohl Florian R. bereits in Untersuchungshaft sitzt. Nach der Freilassung von Florian R. zieht die Berliner Polizei diese Fahndungsfotos zurück.

• Rebeccas Schwager Florian R. schweigt zu den Vorwürfen. Die Eltern und Schwestern von Rebecca halten ihn weiter für unschuldig.

• Nach mehrtägiger Pause haben die Ermittler am Mittwoch, 10. April, wieder eine Such-Aktion am Herzberger See in Brandenburg gestartet.

Rekonstruktion: Wie der Fall Rebecca Reusch zu einer bizarren Reality-Show wurde

Die „Stadtrandsiedlung Neuland I“ ist ein beschauliches Wohnviertel im Süden Neuköllns, keine fünf Autominuten entfernt von der Gropiusstadt. Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten, in den Sträuchern frühlingshaftes Vogelgezwitscher. Sonst ist es ruhig. Die Straßen in dem Viertel sind nach Handwerksberufen benannt. Es gibt einen Zimmerer- und einen Dachdeckerweg, einen Schlosser- und einen Rohrlegerweg.

Und es gibt den Maurerweg. Hier steht ein kleines Wohnhaus mit grau-beigen Klinkersteinen. Dies ist also das Haus, in dem die erst 15 Jahre alte Rebecca Reusch vermutlich die letzten Stunden ihres Lebens verbrachte. Und hier wohnt Florian R., der Schwager des Mädchens und der Mann, dessen Gesicht auf einem Fahndungsfoto zu sehen war und den die Ermittler bis heute verdächtigen, Rebecca getötet zu haben – ohne dass sie diesen Vorwurf beweisen können.

Indizien, aber keine Beweise im Fall Rebecca Reusch

Hätten die Ermittler der Mordkommission drei Wünsche frei, wäre einer vielleicht, dass in den Morgenstunden des 18. Februar, jenes Tages also, an dem die Schülerin verschwunden ist, etwas mehr los gewesen wäre in der Siedlung.

Denn wer weiß, vielleicht hätte dann jemand etwas bemerkt. Vielleicht hätte ein Zeuge das Keuchen eines Mannes gehört. Eines Mannes, der offenbar eine schwere Last trägt. Und vielleicht hätte dieser Zeuge gesehen, wie der Mann auf dem gepflastertem Weg vom Eingang des Klinkerbaus bis zum Gartentor einen Gegenstand über der Schulter schleppte. Ein unförmiges sackartiges Etwas, so hätte er es vielleicht in der Vernehmung beschrieben, eingehüllt in eine Fleecedecke. Und auf Nachfrage hätte der Zeuge vielleicht gesagt, dass dieses Etwas ein lebloser Körper hätte sein können.

Vielleicht hätte der Zeuge auch gesehen, wie der Mann das sackartige Etwas in den Kofferraum eines Autos hievte, ja, er hätte den himbeerfarbenen Renault Twingo auf einem Foto erkannt, jenen Wagen also, dessen Kennzeichen nur wenige Stunden nach Rebeccas Verschwinden von einem elektronischen Erfassungssystem auf der A12 in Richtung Frankfurt (Oder) registriert wurde.

Dann die Gegenüberstellung. Und der Satz: „Der Zweite von links! Das ist der Mann, der den Sack in der Fleecedecke in den Kofferraum wuchtete.“ Ja, genau so hätte der Zeuge seine Eindrücke aus dem Maurerweg beschrieben. Denn so muss es gewesen sein. So oder so ähnlich jedenfalls. Das glauben zumindest die Ermittler.

Keine Zeugen im Fall Rebecca Reusch

Vielleicht war es auch so. Vielleicht aber auch ganz anders. Denn den Zeugen gibt es nicht. Nur Faserspuren einer Fleecedecke und Rebeccas Haare im Kofferraum des Twingo. Nur Auswertungen von Handydaten, die darauf hindeuten, dass Rebecca zur vermuteten Tatzeit allein mit ihrem Schwager war und dass sie das Haus am Maurerweg nie lebend verlassen hat. Es gibt sie also, die Indizien, auf denen die Ermittler ihre Hypothesen und Vermutungen aufbauen konnten und die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl beantragen konnte.

Was es nicht gibt, sind Beweise. Und deswegen hat das Berliner Landgericht den Haftbefehl gegen Florian R. aufgehoben. Deswegen ist er wieder auf freiem Fuß. Und von Rebecca fehlt weiterhin jede Spur. Alles auf Anfang also.

Erinnerungen an Georgine Krüger werden wach

Wenn Menschen verschwinden, landen die Fälle ziemlich schnell auf dem Schreibtisch von Dirk Mittelstädt. Der Kommissariatsleiter ist Chef der Vermisstenstelle beim Landeskriminalamt (LKA) an der Keithstraße in Tiergarten. In dem monumentalen und denkmalgeschützten Bau sitzt auch die LKA-Abteilung 1, zuständig für „Delikte am Menschen“. So heißt es auf Amtsdeutsch.

Das Haus ist so verschlossen wie die Mordkommission selbst. Wer es betreten will, muss klingeln. Hinter der Eingangspforte eine imposante Halle, links und rechts führen Treppen in die oberen Stockwerke. Wer einen Termin hat, wird abgeholt. Frei bewegen dürfen sich Gäste hier nicht. Und wenn, dann würden sie sich in den Gängen und Fluren verlieren.

Mittelstädt, dunkle Haare, Raucherstimme, fester Händedruck, hat sein Büro im dritten Stock. Mit seinem Team hat er einige der bekanntesten Vermisstenfälle bearbeitet, darunter immer wieder Fälle junger Mädchen. Sandra Wißmann, damals zwölf Jahre alt, verschwunden im November 2000. Georgine Krüger, damals 14, verschwunden im September 2006.

Und nun eben Rebecca Reusch. Verschwunden am 18. Februar dieses Jahres. 15 Jahre alt, 1,70 bis 1,80 Meter groß, braunes, schulterlanges Haar. So steht es in der Vermisstenanzeige.

Mordermittler treffen sich jeden Morgen und Abend

Mittelstädt darf sich zu den Details des Falls Rebecca nicht äußern – und bei dem Treffen mit der Berliner Morgenpost wird schnell klar, dass er das auch nicht tun wird. Das ist verständlich. Details könnten Täterwissen preisgeben und die Ermittlungen torpedieren. Wer Mittelstädt zuhört, spürt aber, dass der Fall Rebecca mindestens am Anfang nichts Ungewöhnliches war.Das Mädchen erschien nicht in der Schule. Meldungen wie diese erreichen die Beamten praktisch jeden Tag. Im Fall von Rebecca folgten die nächsten Schritte dennoch schnell. Am Tag nach ihrem Verschwinden landete der Fall bei der Vermisstenstelle. Nur zwei Tage später ging die Polizei an die Öffentlichkeit. Am 22. Februar übernahm die Mordkommission.

Seitdem treffen sich die Morder­mittler jeden Morgen und jeden Abend, um ihr Vorgehen zu besprechen. Ein spartanischer Besprechungsraum, in der Mitte ein langer Tisch, an der Wand ein Whiteboard. So sehen sie aus, die Räume, in denen bei Mordermittlungen die Fäden zusammenlaufen. Hier tauschen die Fahnder Erkenntnisse aus, entwickeln Hypothesen und verwerfen sie wieder – und suchen Möglichkeiten, die Kette der Indizien so zu verdichten, dass sich ein dringender Tatverdacht begründen lässt. Sechs bis acht Ermittler und ein Chef arbeiten in einer Mordkommission. Bei Rebecca agieren inzwischen zwei Mordkommissionen zusammen. Wenn Thomas Scherhant die Arbeit im Besprechungsraum und am Whiteboard beschreibt, spricht er vom Zusammentragen „spinnennetzartiger Fakten“. Wie Mittelstädt gehört der erste Kriminalhauptkommissar zu den erfahrensten Ermittlern der Berliner Polizei. Er ist seit Anfang der 80er-Jahre dabei, mittlerweile leitet er die Einheit für die „Cold Cases“ – die ungelösten Fälle. In Berlin sind das etwa 270. Regelmäßig zieht Scherhant sich solche Fälle heraus und klopft sie neu ab. Vielleicht gibt es neue Fakten? Oft ist die Kriminaltechnik technisch weiter, oder ein vermeintlich sicheres Alibi entpuppt sich doch als falsch. Als Mordermittler müsse man sich immer hinterfragen. „Der Ehrgeiz ist da, alle Fälle aufzuklären“, sagt Scherhant.

Rebeccas Familie bespielt die Medien

Im Fall von Rebecca gilt das allemal. Denn die Ermittlungsbehörden stehen unter immensem Druck, und die Medien berichten täglich – auch wenn es nichts Neues gibt. Der Fall eines verschwundenen Menschen, der für Ermittler erst mal zur Routine gehört, ist somit längst zu einer Art Krimiserie geworden. Eine Reality-Show in Internetechtzeit, man spricht darüber in der Kneipe oder im Fahrstuhl. Und darf miträtseln, ob der mutmaßliche Mörder doch noch überführt werden kann.

Das Drehbuch wird längst nicht mehr nur von Polizei und Staatsanwaltschaft bestimmt – sondern von Menschen aus Rebeccas Umfeld, von denen man meinen könnte, dass sie anderes im Kopf haben müssten, als Medienanfragen zu beantworten und Interneteinträge zu verfassen. Da wäre der Vater von Rebecca, Bernd Reusch, dessen Handynummer längst in Dutzenden von Journalistenhandys gespeichert ist. Seine Sicht der Dinge äußert er meist bereitwillig, auch im Telefonat mit der Berliner Morgenpost. „Ich hoffe, dass ich meinen Schwiegersohn bald sprechen kann. Bis jetzt hat er sich nicht bei uns gemeldet. Ich bin davon überzeugt, dass er unschuldig ist“, sagt Reusch. Warum er Florian R. für unschuldig hält, sagt er nicht.

Auch Rebeccas Mutter präsentiert ihre Theorie: Sie sei sich sicher, dass ihre Tochter irgendwo festgehalten werde, sagt sie im Exklusivinterview mit dem Fernsehsender RTL. Wie sie darauf kommt, bleibt unklar. In einem weiteren Interview erwähnen die Eltern einen jungen Mann, den ihre Tochter im Internet kennengelernt hätte. Die Polizei habe die Spur aber nicht verfolgt, kritisieren sie. Wenig später meldet sich allerdings Rebeccas Schwester Vivien. Die Internetbekanntschaft sei harmlos gewesen, sagt sie.

Bekannter wollte Rebecca auf eigene Faust suchen

Von Vivien erhalten die Medien und alle, die es interessiert, ohnehin viele Informationen. Auf ihrem Konto im sozialen Netzwerk Instagram veröffentlicht sie Fotos und Geschichten über ihre verschwundene Schwester, die sich nach 24 Stunden automatisch löschen. Ihr Account hat bereits 63.000 Follower. Für das Instagram-Konto der Berliner Polizei interessieren sich 35.000 Follower.

Kriminalhauptkommissar Scherhant weiß nicht recht, was er von den vielen Social-Media-Meldungen halten soll. Wenn ein Fall „am Köcheln“ gehalten werde, sei das erst mal gut. Dann könne es neue Hinweise aus der Bevölkerung geben. Aber durch Social Media könne sich ein Fall auch verselbstständigen.

Wie das aussieht, war kürzlich am S-Bahnhof Hennigsdorf zu sehen. Ein Bekannter von Rebecca wollte das Mädchen auf eigene Faust finden. Grund für die Aktion: Eine unbekannte Person hatte Rebecas Schwester Vivien auf Insta­gram eine Nachricht geschrieben. In Hennigsdorf hielten sich Menschen auf, die dort normalerweise nicht seien.

Petra Klein möchte Verschwörungstheorien aus dem Internet nicht kommentieren. Sie muss das auch nicht. Sie muss auch nicht erklären, wo die Fleece-Decke sein könnte, in der Florian R. womöglich Rebeccas Leiche eingewickelt haben könnte. Sie muss nicht erklären, warum das Kennzeichen des von Florian R. genutzten Twingo kurz nach Rebeccas Verschwinden in Brandenburg erfasst wurde. Sie muss gar nichts erklären. Denn als Anwältin von Florian R. vertritt sie die Interessen ihres Mandanten. Und diese Interessen werden ihrer Ansicht nach zurzeit am besten vertreten, wenn sie schweigt – und ihrem Mandanten empfiehlt, es genauso zu halten.

Einige Sätze sagt die Strafverteidigerin aber doch. Sie sehe ihre Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass „Gesetz und Rechtsgrundsätze, allen voran die Unschuldsvermutung, beachtet werden“. Der Umgang mit ihrem Mandanten komme einer Vorverurteilung gleich.

Klein war früher selbst Polizistin. Sie dürfte wissen, wie Ermittler leiden, wenn sie glauben, den Richtigen zu haben, dies aber nicht beweisen können. Doch jetzt steht sie auf der anderen Seite – und mit der Kritik, ihr Mandant sei Opfer einer Vorverurteilung geworden, trifft sie einen Punkt. Da wäre etwa der Auftritt des Chefermittlers Michael Hofmann in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Hofmann wählte seine Worte sorgsam, er weiß, dass er einen Tatverdächtigen nicht als Mörder bezeichnen darf. Doch die Botschaft, die so mancher Zuschauer mitgenommen haben dürfte, war diese: Der Schwager war’s! Helfen Sie uns, Beweise zu finden

Fotos des Schwagers dürfen nicht mehr gezeigt werden

Da wäre auch das Foto von Florian R. Die Polizei wollte mit der Veröffentlichung Zeugen finden, die den Schwager irgendwo in Brandenburg gesehen haben könnten. Durch die Veröffentlichung sei ihr Mandant „massivem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt“, sagt Klein. „Eine schnelle Rückkehr in Alltag und Normalität scheint ausgeschlossen.“

Haben die Ermittlungsbehörden den Rechtsstaat missachtet? Besuch bei Martin Steltner, dem Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft im Kriminalgericht an der Turmstraße in Moabit. Interna zum Fall Rebecca werde er nicht preisgeben, sagt Steltner. Zur Veröffentlichung des Fotos von Florian R. sagt er aber doch etwas. Steltner verweist auf die Strafprozessordnung – und auf einen Gerichtsbeschluss, durch den die Veröffentlichung genehmigt wurde.

Auf den Internetseiten der Polizei wurde das Foto von Florian R. mittlerweile gelöscht, auf Nachrichtenportalen wurde es unkenntlich gemacht. Denn die Polizei bezeichnet Florian R. zwar immer noch als Hauptverdächtigen. Ein dringender Tatverdacht liegt aber nicht mehr vor. Deswegen wurde R. nach einer Haftbeschwerde vor zehn Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen.

Seitdem ist nicht viel passiert. Die Polizei hat die tagelange Suche am Wolziger See und an anderen Orten im Bereich der A12 eingestellt. Wer sich nach dem Stand der Dinge erkundigt, wird mit einem Standardsatz abgespeist: Die Ermittlungen dauerten an, heißt es.

Ist das alles nicht unbefriedigend, Herr Steltner? Was den konkreten Fall angeht, werde er auch zu dieser Frage nichts sagen, sagt Steltner. Aber ganz grundsätzlich: Es gebe eben eine „historische“ und eine „forensische“ Wahrheit. Diese seien nicht immer deckungsgleich.

Die Hoffnung auf den entscheidenden Tipp schwindet von Tag zu Tag

War’s das also? Noch seien nicht alle Hinweise ausgewertet, heißt es in Ermittlerkreisen. Die Hoffnung auf den entscheidenden Tipp oder den Spaziergänger oder Jäger, der doch noch die Leiche findet, schwinde jedoch von Tag zu Tag. Eine Anklage nur auf Grundlage der derzeitigen Indizien zu erheben, sei auch keine Option, heißt es. Der Angeklagte würde freigesprochen – und wäre danach fein raus. Denn nach einem Freispruch darf niemand noch einmal angeklagt werden – auch dann nicht, wenn es neue Hinweise gibt.

Die Ermittler brauchen also womöglich einen langen Atem. So wie im Fall der im September 2006 verschwundenen Georgine Krüger. Die Ermittler hatten den Fall zumindest vorläufig schon zu den Akten gelegt. Doch nach einem neuen Hinweis und dem Einsatz eines V-Mannes wurde der „Cold Case“ wieder brandheiß. Im vergangenen Dezember, fast dreizehn Jahre, nachdem das Mädchen verschwunden war, klickten schließlich die Handschellen – und nun sitzt der 43 Jahre alte Ali K. in Untersuchungshaft. Die Beweise seien erdrückend, heißt es. Manchmal müsse man einfach nur geduldig sein.