Neukölln

Neubau an Hermannstraße Ende des Jahres fertig

Der evangelische Friedhofsverband baut in Neukölln für 2,3 Million Euro einen neuen Verwaltungssitz.

Noch ist es eine Baustelle, doch bereits Ende des Jahres soll der Neubau des evangelischen Friedhofsverbands an der Hermannstraße bezugsfertig sein.

Noch ist es eine Baustelle, doch bereits Ende des Jahres soll der Neubau des evangelischen Friedhofsverbands an der Hermannstraße bezugsfertig sein.

Foto: Nina Kugler

Berlin.  Der evangelische Friedhofsverband baut seit vergangenem Herbst an der Hermannstraße 182 in Neukölln sein neues Verwaltungsgebäude. Nach rund sechs Monaten Bauzeit wurde nun Richtfest gefeiert. Und Ende des Jahres soll der Neubau an der U-Bahn-Haltestelle „Leinestraße“ dann bereits bezugsfertig sein.

2,3 Millionen für den Neubau

In das rund 2,3 Million Euro teure Gebäude wird die Friedhofshauptverwaltung der Region Süd einziehen. Sie ist für die Verwaltung von insgesamt 18 evangelischen Friedhöfen in Kreuzberg, Neukölln und Mariendorf zuständig.

Der Neubau wurde von dem Büro der CKRS Architekten entworfen. Er besteht aus zwei über eine Terrasse verbundene Gebäude, die zwei- beziehungsweise dreistöckig sind. Die alte, erhaltene Friedhofsmauer wird nicht abgerissen, sondern bleibt bestehen und unterstreicht die Historie des Grundstücks. Zudem soll an den Fassaden der Gebäude viel Holz verarbeitet werden.

Ladenflächen noch zu vermieten

In das linke der beiden Gebäude wird der evangelische Friedhofsverband mit seinem Verwaltungsapparat einziehen. Das rechte Gebäude hingegen wird an die Stadtentwicklungsgesellschaft „Stattbau“ vermietet. Eine 360 Quadratmeter große Fläche hingegen ist noch nicht vermietet. Hier sucht der evangelische Friedhofsverband noch Mieter.

An der Vorderseite der Gebäude, hin zur Hermannstraße, sollen zudem kleine Ladenlokale vermietet werden. Wer hier einziehen wird, ist ebenfalls noch nicht sicher.

Weiterer Neubau nur wenige Meter weiter geplant

Übrigens: Nur wenige Meter weiter von der Hermannstraße 182 sind weitere Neubauten in Planung. Die baden-württembergische Schöpflin-Stiftung plant hier zwei Einrichtungen, die dem Gemeinwohl dienen sollen. Verkäufer der Grundstücksfläche ist der evangelische Friedhofsverband. Er hat in den vergangenen Jahren einige Flächen, die nicht mehr für Bestattungen gebraucht werden, verkauft.

In die Neubauten an der Hermannstraße 80 sollen die „Spore-Initiative“ und sowie das „Haus des gemeinnützigen Journalismus“ einziehen. Bei der „Spore-Initiative“ geht es darum, Natur und Kultur in Einklang zu bringen und Projekte zu fördern, die sich für einen ökologischen Wandel einsetzen.

Das „Haus für gemeinnützigen Journalismus“ hingegen soll ein Ort der Meinungsfreiheit werden. Kurse zum Thema Journalismus sollen hier abgehalten werden. „Auf rund 5000 Quadratmetern und mehreren Etagen werden Redaktionen, Co-Working-Arbeitsplätze, Wohn- und Rückzugsräume, ein Café und Veranstaltungsflächen geschaffen“, schreibt die Stiftung dazu auf ihrer Webseite.