Streik

Alle Schulen in Neukölln werden bestreikt

Auch 20 Kitas im Bezirk sind von den Warnstreiks am Mittwoch betroffen.

AM MIttwoch wird in Berliner Kitas und Schulen gestreikt.

AM MIttwoch wird in Berliner Kitas und Schulen gestreikt.

Foto: Reto Klar

Berlin. In Berlin finden an diesem Mittwoch landesweite Warnstreiks statt. Neben Erziehern streiken auch angestellte Lehrer und Polizisten. Und auch in Ämtern, Bibliotheken und anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes dürfte es zu Einschränkungen kommen. Denn die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes – Verdi, GEW, Polizeigewerkschaft GdP und IG Bau – haben alle angestellten Landesbeschäftigten, die unter den Tarifvertrag der Länder (TVL) fallen, zu einem Warnstreik aufgerufen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnet mit mehr als 10.000 Stunden Unterrichtsausfall an diesem Mittwoch in ganz Berlin. In Neukölln sind alle Schulen von dem ganztägigen Warnstreik betroffen. Dazu zählen: 64 öffentliche Schulen und 5 private Schulen sowie drei Oberstufenzentren, 39 Grundschulen, 18 weiterführende Schulen (ISS, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien), und sieben Sonderpädagogische Schulen. Markus Hanisch, GEW-Pressesprecher, sagt: "Aber es gibt ja auch verbeamtete Lehrer - die Schulen werden also nicht geschlossen sein. Kein Kind wird vor verschlossener Tür stehen."

Die GEW-SPrecherin für Neukölln, Anne Albers, sagt: "In Neukölln sind die Beschäftigten an über 60 Schulen zum Streik aufgerufen. Wir haben einen hohen Organisationsgrad und rechnen mit einer sehr hohen Streikbeteiligung. In Neukölln drückt der Schuh besonders, hier gibt es besonders viele sogenannte Brennpunktschulen. Viele Lehrer und Erzieher sind am Limit - denn die Belastung in den Schulen ist sehr hoch." Von den 57 Brennpunktschulen liegen 22 in Neukölln. Es wird mit einer hohen Streikbereitschaft gerechnet.

Neben den Schulen sind auch Erzieher zum Warnstreik aufgerufen. In Neukölln werden somit 20 Kitas bestreikt. Ob es zu Schließungen kommen wird, oder ob "Notfall-Personal" einspringen wird, konnte das Bezirksamt jedoch nicht mitteilen.

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