Ausgezeichnet

Vier Neuköllner bekommen Ehrennadel verliehen

Die Auszeichnung geht an Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um den Bezirk verdient gemacht haben.

Gilles Duhem ist einer von vier Neuköllnern, die mit der Ehrennadel ausgezeichnet werden.

Gilles Duhem ist einer von vier Neuköllnern, die mit der Ehrennadel ausgezeichnet werden.

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Am Sonnabend vor dem dritten Advent ehrt Neukölln vier ganz besondere Einwohner. Denn im Schloss Britz verleiht Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) die Neuköllner Ehrennadel. Die Auszeichnungen empfangen in diesem Jahr Gilles Duhem, Daniela von Hoerschelmann, Sabine Karau und Joachim Terborg. Bei der Ehrennadel handelt es sich um die höchste Ehrung Neuköllns an seine Bürger.

Die Neuköllner Ehrennadel wird seit 1984 verliehen. Insgesamt wurden bereits 172 Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement für den Bezirk geehrt. Über die diesjährigen Preisträger sagt Hikel: "Sie stehen für Menschlichkeit, für Wärme und für Zusammenhalt in unserer Großstadt. Sie sind Botschafterinnen und Botschaft unseres Bezirks und Vorbild für viele andere.“

Die Preisträger: Gilles Duhem

Gilles Duhem ist seit 2002 und noch bis Ende dieses Jahres in der Neuköllner Rollbergsiedlung engagiert. Bis 2007 war er Manager des Quartierbüros, anschließend Leiter des von ihm gegründeten Fördervereins „Gemeinschaftshaus Morus 14“. Durch nachbarschaftliche Begegnungen und kostenlose Bildungsangebote für benachteiligte Kinder hat er wichtige Beiträge für die Integration vor Ort und die Entwicklung des Rollbergkiezes geleistet. Seit 2007 ist der Verein Morus 14 Träger des „Netzwerk Schülerhilfe Rollberg“, des Herzstück des Vereins. Ehrenamtliche Mentoren unterstützen die Kinder und Jugendlichen in schulischen Belangen, unternehmen mit ihnen Freizeitaktivitäten und sind Vertrauensperson.

Die Preisträger: Daniela von Hoerschelmann

Daniela von Hoerschelmann ist lizenzierte Schwimmtrainerin der Deutschen Olympischen Gesellschaft. Sie entwickelte ein einzigartiges Wassergewöhnungskonzept für Neuköllner Schüler, mit dem Ziel die Nichtschwimmerquote in Neukölln unter den Kindern und Jugendlichen zu senken. Das Projekt unter dem Titel „Neuköllner Schwimmbär“ bringt nunmehr Kindern der 2. Klasse Grundfertigkeiten im tiefen Wasser wie Atmen, Schweben, Gleichen, Schwimmen und Tauchen bei. Insgesamt haben bereits 4.000 Kinder seit dem Jahr 2015 teilgenommen, die Quote die Nichtschwimmerquote ist von 40 Prozent auf 22 Prozent aller Drittklässler
gesunken.

Die Preisträger: Sabine Karau

Sabine Karau ist die 1. Vorsitzende der Kolonie National Registrierkassen
NCR e.V., deren 32 Gärten von Menschen zwischen 20 und 80 Jahren mit Wurzeln aus acht verschiedenen Ländern bewirtschaftet werden. Unter der Leitung von Karau ist mitten in der Nord-Neuköllner Großstadt das Projekt "Naturnaher Mehrgenerationsgarten" mit einer Fläche von knapp 500 Quadratmetern entstanden und hat sich zu einer beliebten Begegnungsstätte sowie gemeinsamen gärtnerischem Treffpunkt für Nachbarn, Kinder,
Senioren und Vereine entwickelt.

Die Preisträger: Joachim Terborg

Joachim Terborg ist seit über 40 Jahren aktives Mitglied der DLRG Neukölln und hat dort zahlreiche Funktionen im Vorstand bis hin zum stellvertretenden Bezirksleiter wahrgenommen. Er war lange als Ausbilder im Schwimmen und Rettungsschwimmen tätig. Seit 1970 ist er ehrenamtlich als Rettungsschwimmer, Bootsführer und Einsatzleiter auf der Wasserrettungsstation Heckeshorn am Wannsee tätig. Darüber hinaus nimmt er auch Aufgaben des Katastrophenschutzes der DLRG wahr und hat in diesem Rahmen mehrere Hochwassereinsätze geleitet. 2002 gelang es ihm mit seiner Bootsmannschaft während des Orkan-Tiefs Anita, in einer dramatischen Rettungsaktion zwei Segler vor dem sicheren Ertrinkungstod zu retten.

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