Baubeginn verschoben

Bauarbeiten am Deutschen Chorzentrum verzögern sich

Der Baustart war eigentlich für 2018 geplant. Nun rücken erst im Frühjahr 2019 die Handwerker an.

Bei der Übergabe der Baugenehmigung waren im März 2018 Klaus Lederer, Petra Merkel, Christian Wulff, Franziska Giffey und Günter Winands (v.l.) dabei.

Bei der Übergabe der Baugenehmigung waren im März 2018 Klaus Lederer, Petra Merkel, Christian Wulff, Franziska Giffey und Günter Winands (v.l.) dabei.

Foto: Joanna Scheffel

Berlin. Der Baubeginn des Deutschen Chorzentrums in der Karl-Marx-Straße 145 in Neukölln verzögert sich um ein Jahr auf Frühjahr 2019. Grund: Für die hauseigene Kita, die mit in den Neubau einziehen wird, muss beim Senat ein neuer Förderantrag gestellt werden. Eigentlich hätte bereits im April 2018 mit dem Neubau begonnen werden sollen, im Herbst 2019 hätte dann der Bau beendet sein soll. Nun wird das Jahr 2020 zur Fertigstellung angepeilt.

Eine Förderbedingung vom Senat ist, dass erst dann mit dem Ausbau der Kita begonnen werden darf, wenn der entsprechende Zuwendungsbescheid beim Deutschen Chorzentrum eingegangen ist. "Um diesen Prozess formal nicht zu verletzten, sind in diesem Jahr die Pläne entsprechend angepasst worden", teilte Pressesprecherin Nicole Eisinger mit. Die gute Nachricht: Alle Fachgutachten und Genehmigungen liegen inzwischen vor, dem Baubeginn im Frühjahr 2019 steht somit nichts mehr im Wege.

Ort des Austauschs und der Vernetzung

Mit dem Deutschen Chorzentrum in Neukölln entsteht ein neuer Ort des Austauschs und der Vernetzung für die lebendige Chor- und Vokalmusikszene. Neben dem Deutschen Chorverband wird in das neue Haus der Chorverband Berlin mit den Büros der hauptamtlich tätigen Mitarbeiter, seiner Bibliothek und einem Musikarchiv miteinziehen. Auch die „neue musikzeitung“ wird im Deutschen Chorzentrum ihr Hauptstadtbüro ansiedeln und mit dem Landesmusikrat Berlin als potentiellem Mieter werden ebenfalls Gespräche geführt. Und: In der musikalischen Kita werden bis zu 70 Kinder einen Platz finden.

Der Neubau kostet knapp 7 Million Euro. Zur Finanzierung fließen als Eigenmittel des Deutschen Chorverbands rund 1 Million Euro ein, die unter anderem 2007 durch den Umzug nach Berlin aus dem Verkauf der Immobilie in Köln dafür zweckgebunden zurückgelegt wurden. Mit einer Förderung von 2,1 Millionen Euro aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie den Fördermitteln in Höhe von 645.000 Euro der Lotto-Stiftung Berlin kann das Projekt Deutsches Chorzentrum verwirklicht werden. Der verbleibende Fehlbedarf von 3,1 Millionen Euro wird über Darlehen von der KfW und der Berliner Sparkasse bereitgestellt, die in den kommenden Jahren aus den Mieteinnahmen zurückgezahlt werden, wobei die Mietverträge Laufzeiten von bis zu 25 Jahren haben.

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