Demokratie-Feste

Neukölln setzt am Sonnabend Zeichen gegen Rechts

Bei den Treffen "Neukölln Open" und "Rudow empört sich" wird über Toleranz und Demokratie diskutiert.

Mehrere tausend Menschen demonstrierten nach den Ereignissen in Chemnitz am 30. August gegen Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit

Mehrere tausend Menschen demonstrierten nach den Ereignissen in Chemnitz am 30. August gegen Rechtsradikalismus und Menschenfeindlichkeit

Foto: Tim Lüddemann / dpa

Neukölln. In Neukölln findet seit Jahren das "Neukölln Open"-Festival für Demokratie und Vielfalt statt. Menschen aus 160 verschiedenen Nationen leben im Bezirk. Um das gegenseitige Verständnis zu fördern, laden das Museum Neukölln und die Volkshochschule Neukölln zu dem eintägigen Fest am kommenden Samstag, 8. September, von 14 bis 21 Uhr ein.

Auf Schloss Britz werden in sechs Diskussionsforen Fragen wie „Typisch deutsch? Für eine pluralistische Gesellschaft“, „Wohnen für alle? Für eine faire Wohnungspolitik“ oder „Welche Schule brauchen wir? Für eine Schule des Lebens“ diskutiert. Parallel dazu findet der "Markt der Demokratie" auf dem Schlosshof statt. Dort stellen sich Vereine und Bürgerinitiativen aus Neukölln vor, kochen, musizieren und führen Theaterstücke auf.

Bürgerinitiative "Rudow empört sich“ lädt zur Offenen Tafel

Neben dem "Neukölln Open"-Festival lädt am Sonnabend die Nachbarschaftsinitiative "Rudow empört sich“ zur offenen Tafel ein. Auch hier sollen Fragen über das Zusammenleben der unterschiedlichen Nationen in Neukölln, speziell aber auch in Rudow, diskutiert werden. Die Initiative ist nach eigenen Angaben "im Gefolge der zahlreichen rechts motivierten Straftaten der letzten beiden Jahre entstanden". Die offene Tafel findet am Sonnabend, 8. September, zwischen 15 und 18 Uhr in Alt-Rudow 60 auf dem Bürgersteig vor der Alten Dorfschule statt.

Das Programm zu "Neukölln Open" finden Sie hier: http://museum-neukoelln.de/veranstaltungen/kalender/neukoelln-open-festival-fuer-demokratie

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