Rettungsdienste

50 Gaffer behindern Rettungsarbeiten nach Unfall in Neukölln

Bei einem Unfall in Neukölln wurden vier Menschen schwer verletzt. Die Polizei beklagt, dass Gaffer den Einsatz massiv behinderten.

Bei dem Unfall an der Ecke Donau- und Fuldastraße wurden mehrere Menschen verletzt

Bei dem Unfall an der Ecke Donau- und Fuldastraße wurden mehrere Menschen verletzt

Foto: Thomas Peise

Beschämende Szenen müssen sich nach Angaben der Berliner Polizei am Samstagabend in Neukölln zugetragen haben. Gegen 22 Uhr hatte es im Kreuzungsbereich Fulda- und Donaustraße gekracht. Ein VW Touran und ein Golf waren zusammengestoßen. Vier Personen wurden schwer verletzt, an den Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Wie die Polizei auf ihrer Facebookseite mitteilte, hätten bis zu 50 Schaulustige die Rettungsarbeiten am Unfallort zum Teil massiv behindert. So sollen einige Gaffer am Unfallort mit ihren Handys ungeniert fotografiert und gefilmt und dabei keine Rücksicht auf die Privatsphäre der Opfer genommen haben. Nach Polizeiangaben sollen sogar einige Schaulustige versucht haben, die Türen der Rettungswagen zu öffnen, während darin Verletzte behandelt wurden.

Via Facebook warnte die Polizei eindringlich davor, entsprechende Bilder oder Filmaufnahmen zu veröffentlichen. „Sollten wir über die sozialen Netzwerke geschmacklose Fotos dieses Unfalls übersendet bekommen, werden wir nicht zögern, diese an unsere Verkehrsermittler weiterzuleiten. Es ist geschmacklos und ekelhaft, wenn aus Sensationsgier und Geltungsdrang die hilflose Lage anderer Menschen ausgenutzt wird“, schrieb das Social Media-Team der Polizei. Gaffer müssten mit einer Geldstrafe bis zu 1000 Euro rechnen und könnten unter Umständen auch eine Straftat begangen haben.