Berlin

Kopfgeld für U-Bahn-Treter: Berliner FDP äußert Verständnis

Personenschützer Michael Kuhr hat ein Kopfgeld für die Ergreifung des Neuköllner U-Bahn-Treters ausgelobt. Die FDP zeigt Verständnis.

Der Berliner Personenschützer Michael Kuhr will für Hinweise zum U-Bahn-Treter von Neukölln 2000 Euro zahlen. In einem Facebook-Post schrieb Kuhr: „Ich bezahle ein Kopfgeld in Höhe von 2.000,- € für den Namen und die Adresse von diesem Bastard!“

Während sich die Berliner Polizei am Montag zu Kopfprämien für mutmaßliche Straftäter nicht äußern wollte, zeigt die Berliner FDP-Fraktion Verständnis für Kuhrs Aktion. In einer Pressemitteilung von Montag schrieb Holger Krestel, Sprecher für Recht und Verfassungsschutz der FDP-Fraktion: „Das Wort Kopfgeld hat natürlich immer einen gewissen Beigeschmack, jedoch sollte man jetzt keinen Wortverdrehern auf den Leim gehen.“ Krestel warnte davor, „mehr Empathie für Täter als für Opfer von Straftaten“ zu zeigen. Kuhr habe mit der Aktion „Bürgersinn bewiesen und mit seiner Belohnung ein Zeichen gesetrt“. Wenn schön Bürger ein „Kopfgeld“ aussetzten, zeige dies, dass der Senat dem Opferschutz zu wenig Bedeutung beimesse.

Seit vergangener Woche suchen die Ermittler mit der Aufnahme einer Überwachungskamera nach einem Mann, der Ende Oktober eine 26-Jährige am U-Bahnhof Hermannstraße in den Rücken trat. Das Opfer stürzte mehrere Stufen hinab und brach sich den Arm. Der unvermittelte Angriff hat eine Debatte über Gewalt im öffentlichen Raum ausgelöst.

Polizei veröffentlicht Video vom U-Bahn-Treter
Polizei veröffentlicht Video vom U-Bahn-Treter
( BM )