„Black Lives Matter“

500 Berliner demonstrieren gegen Polizeigewalt in den USA

Der Tod zweier Afroamerikaner und die Schüsse auf Polizisten in Dallas bewegen auch viele Berliner. 500 kamen nach Neukölln.

Hunderte Menschen protestierten in Berlin gegen Rassismus

Hunderte Menschen protestierten in Berlin gegen Rassismus

Foto: Emina Benalia

Rund 500 Menschen haben am Sonntag in Berlin gegen Polizeigewalt in den USA demonstriert. Unter dem Motto „Black Lives Matter - No Justice = No Peace“ zogen die Teilnehmer friedlich am frühen Abend durch Berlin-Kreuzberg bis zum Potsdamer Platz. Begleitet wurden sie von rund 70 Polizisten. Die Demonstration sei kurzfristig am Sonntag angemeldet worden, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Auf Twitter fanden sich unter #BlackLivesMatter weiter Märsche in London und Amsterdam.

In den USA ist die Stimmung aufgewühlt. Landesweit gibt es Proteste gegen Polizeigewalt. Auslöser waren die Vorfälle in den USA, bei denen zwei Schwarze in den US-Staaten Minnesota und Louisiana binnen 48 Stunden von Polizisten erschossen wurden. In der Nacht zum Freitag erschoss ein Afroamerikaner fünf Polizisten in Dallas und verletzte fünf weitere sowie zwei Zivilisten. Als wahrscheinliches Motiv gilt Hass auf Weiße.

Über Facebook hatte Olive Duran den Solidaritätsmarsch gegen Polizeigewalt und Diskriminierung Dunkelhäutiger in Berlin organisiert. Mit der Demonstration wollten die Teilnehmer ein Zeichen für eine faire und gleichberechtigte Zukunft setzen.


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