Geplatztes Aquarium

Aquadom: Peta stellt Strafanzeige gegen Verantwortliche

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Ein toter Fisch liegt neben einem Schacht auf der Straße: Nun will die Tierschutzorganisation Peta die Verantwortlichen für den geplatzten Aquadom zur Rechenschaft ziehen und erstellt Strafanzeige.

Ein toter Fisch liegt neben einem Schacht auf der Straße: Nun will die Tierschutzorganisation Peta die Verantwortlichen für den geplatzten Aquadom zur Rechenschaft ziehen und erstellt Strafanzeige.

Foto: Alexander Rothe / dpa

Die Anzeige der Tierrechtsorganisation soll in dieser Woche an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden.

Berlin.  Die Tierrechtsorganisation Peta will bis Ende der Woche eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Aquadom-Unglücks bei der Staatsanwaltschaft Berlin einreichen. Das teilte eine Justiziarin von Peta auf Nachfrage der Berliner Morgenpost mit. „Die Strafanzeige wird noch in dieser Woche an die Staatsanwaltschaft übermittelt“, sagte sie.

Die Organisation erhoffe sich von der Strafanzeige, dass die Verantwortlichen ermittelt und letztlich strafrechtlich verfolgt würden, so die Peta-Justiziarin weiter. Aus ihrer Sicht sei bei dem Unglück der Tatbestand der strafbaren Tiertötung nach dem Tierschutzgesetz verwirklicht worden. Sollte die Staatsanwaltschaft in der Folge tatsächlich einen Täter in diesem Zusammenhang ermitteln, könnte diesem sogar eine Freiheitsstrafe drohen. Diesen Strafbestand hätten die Strafverfolgungsbehörden nicht immer auf dem Schirm, kritisierte die Justiziarin. „Hier gibt es eine Art blinden Fleck“.

Peta forderte ein Mahnmal für die verstorbenen Fische

Vor rund einem Monat platzte in den Morgenstunden des 16. Dezembers das Großaquarium, der sogenannte Aquadom, im Radisson Blu Hotel in Mitte. Bei dem Unglück wurden zwei Menschen leicht verletzt. Ein Großteil der 1500 Fische, die sich in dem mit Salzwasser gefüllten Aquarium befanden, starben. Nur wenige von ihnen konnten gerettet werden, da sie etwa in Ecken geschwemmt wurden, in denen sich Wasser ansammelte. Neben diesen Tieren überlebten rund 630 weitere Fische, die sich in Zuchtbecken unter dem Aquadom befanden.

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Ein Teil – rund 200 Fische – wurde am Tag des Unglücks in den Berliner Zoo gebracht. Dort starben neun weitere Tiere, die übrigen sollen sich einer Zoo-Sprecherin zufolge aber gut erholen.

Die Tierrechtsorganisation Peta kündigte schon am Tag des Unglücks an, Strafanzeige gegen die Verantwortlichen zu erstatten, da fahrlässig mit dem Leben der rund 1500 Fische umgegangen wurde. Zudem wolle man sich auch dafür einsetzen, dass das Riesenaquarium nicht wiederaufgebaut werde. Stattdessen forderte Peta ein Mahnmal für die verstorbenen Tiere.