Verkehr in Mitte

Charlottenstraße wird Fahrradstraße, Bauarbeiten starten

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Die Charlottenstraße wird zur Fahrrstraße – so wie hier an der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg.

Die Charlottenstraße wird zur Fahrrstraße – so wie hier an der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg.

Foto: Thomas Schubert

Die Charlottenstraße wird zwischen Leipziger Straße und Unter den Linden zur Fahrradstraße. Zudem gibt es bald neue Einbahnstraßen.

Berlin. Die Charlottenstraße in Berlin-Mitte wird zwischen Leipziger Straße und Unter den Linden zur Fahrradstraße. Das teilte das Bezirksamt Mitte am Dienstag mit. Start der Bauarbeiten sei im Herbst 2022, ein genaueres Datum nannte das Bezirksamt nicht. Mit der Umgestaltung der Charlottenstraße kommt neue Bewegung in den Streit um die autofreie Friedrichstraße, der seit vielen Monaten schwelt.

Die Straße soll für Radfahrer sicherer werden – durch großflächige Rotmarkierungen an Knotenpunkten, Piktogramme sowie die Markierung des „unfallkritischen Dooringbereichs“, wie es in der Mitteilung heißt. An den Kreuzungen soll das Überqueren von Fußgängerinnen und Fußgänger vereinfacht werden, zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs werden gegenläufige Einbahnstraßen angeordnet.

Fahrradanlehnbügel und Aufstellflächen für E-Roller werden auf der Fahrbahn zur Verfügung gestellt. Autos, Lkw und Motorräder sind als Anliegerverkehr weiterhin zugelassen.

Während der Bauarbeiten im Herbst 2022 muss abschnittsweise mit Einschränkungen in beiden Fahrtrichtungen gerechnet werden. Finanziert wird die Maßnahme von der Senatsverkehrsverwaltung.

Charlottenstraße wird Fahrradstraße: Welche Regeln gelten dort?

  • Fahrradstraßen sind dem Radverkehr vorbehalten. Verbunden mit dem Zusatzschild („Anlieger frei“) dürfen Autos, Lkw und Motorräder hier nur mit einem berechtigten Anliegen fahren.
  • Radfahrerinnen und Radfahrern gehört die gesamte Fahrbahnbreite, sie dürfen jederzeit nebeneinander fahren.
  • Radfahrerinnen und Radfahrer geben die Geschwindigkeit vor. Für alle gilt maximal Tempo 30 km/h.

In den vergangenen Monaten war über den Verkehr rund um Gendarmenmarkt und Friedrichstraße zum Teil heftig diskutiert worden. Insbesondere der Verkehrsversuch mit dem autofreien Abschnitt auf der Friedrichstraße hatte Anwohner und Gewerbetreibende verärgert. Zuletzt hatte eine Händlerin angekündigt, wegen der gesperrten Friedrichstraße vor Gericht zu gehen.

Erst in der vergangenen Woche war außerdem angekündigt worden, dass der Gendarmenmarkt in den kommenden zwei Jahren umfassend saniert werde.

( BM )