Neubau

Mitte: Richtfest für 210 Wohnungen auf der Fischerinsel

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Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) im Gespräch mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) auf dem WBM-Richtfest auf der Fischerinsel.

Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) im Gespräch mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) auf dem WBM-Richtfest auf der Fischerinsel.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Bis 2023 will die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) im historischen Zentrum Berlins Wohnraum für alle Generationen schaffen.

Berlin. Zeitlich passte es gerade noch so für die Aufstellung des Richtkranzes. Dann wurde es windig. Was die geladenen Gäste des Richtfestes auf der Fischerinsel am Freitag allerdings nicht davon abhalten konnte, die Fertigstellung des Rohbaus von 210 neuen Wohnungen durch die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) im historischen Berliner Zentrum zu feiern.

„Das Neubauprojekt auf der Fischerinsel zeigt nicht nur, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen einen unverzichtbaren Beitrag für mehr Neubau in unserer Stadt leisten, sondern auch, dass Wohnen in Berlins Mitte und die Erhaltung der Berliner Mischung gemeinsam funktionieren“, sagte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), die den Baufortschritt vom Turm des nahen Roten Rathaus zuletzt gut beobachten konnte.

WBM-Wohnungen auf der Fischerinsel sollen bis Ende 2023 fertig sein

Unter dem Motto „An der Wiege Berlins“ sollen an der Ecke zum Mühlendamm bis Ende 2023 moderne, bezahlbare Mietwohnungen für alle Generationen entstehen. Ergänzt werden diese durch Gastronomie, Gewerbe und eine Kita. Die Nutzungsmischung sieht neben Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen außerdem möblierte Apartments, Studenten-WGs und Trägerwohnen für betreutes Wohnen vor. Rund die Hälfte der Wohneinheiten soll vom Land gefördert werden. Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein sollen rund 6,50 Euro pro Quadratmeter zahlen. Nach einem Architekturwettbewerb 2015 war an der Stelle der WBM-Wohnungen eigentlich ein Hochhaus geplant gewesen, das nach Protesten von Anwohnern allerdings gestoppt wurde.

„Die WBM als Partnerin des Landes Berlin schafft mit ihrem Neubau auf der Fischerinsel attraktiven und bezahlbaren Wohnraum im Herzen der Hauptstadt“, freute sich auch Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). Das Projekt reihe sich dabei in Bauvorhaben wie das House of One am Petriplatz, den Molkenmarkt und das Archäologische Fenster ein, die der historischen Keimzelle Berlins insgesamt wieder mehr Bedeutung verschaffen sollen, so der Stadtrat.

Die Baufläche befindet sich mitten in einem seit dem Mittelalter dicht besiedelten Gebiet. Im Vorfeld der Maßnahmen hatte es daher umfangreiche archäologische Grabungen gegeben. In deren Folge wurde eine einzigartige Latrine aus dem 14. Jahrhundert entdeckt und gesichert. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll sie in der nahe gelegenen Grünanlage ausgestellt werden.