Berlin-Mitte

Einheitsdenkmal wird nicht bis 3. Oktober 2022 fertig

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Baustelle des Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin

Baustelle des Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin

Foto: epd

Ursprünglich sollte das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Mitte bereits zum 30. Jahrestag des Mauerfalls 2019 eingeweiht werden.

Das in der Hauptstadt geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal wird aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr nicht bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober fertig.

Bei der Herstellung der großen Stahlschale gebe es Lieferschwierigkeiten, sagte der Kreativdirektor des Stuttgarter Architekturbüros Milla und Partner, Sebastian Letz, in Berlin dem Evangelischen Pressedienst. Ein Datum für die Fertigstellung des Denkmals am Berliner Humboldt Forum könne er deshalb nicht nennen.

Geplant ist ein Denkmal in Form einer riesigen begehbaren und bewegbaren Schale. Baustart für die sogenannte soziale Skulptur mit dem Titel „Bürger in Bewegung“ war im Mai 2020. Veranschlagt sind Kosten in Höhe von 17,12 Millionen Euro.

Ursprüngliche Einweihung war zum 30. Jahrestag des Mauerfalls 2019 geplant

Ursprünglich sollte das Einheitsdenkmal bereits zum 30. Jahrestag des Mauerfalls 2019 eingeweiht werden. Einen ersten Bundestagsbeschluss für den Bau gab es im Jahr 2007. Sebastian Letz betonte, der Baufortschritt verlaufe ansonsten nach Plan: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung.“

So seien die Betonarbeiten im und am Sockel bereits weitgehend abgeschlossen. Mit Blick auf die Verzögerungen bei der Herstellung der Stahlschale, sagte der Architekt, es habe nie einen offiziellen Fertigstellungstermin zum 3. Oktober dieses Jahres gegeben. Allerdings habe es Ende 2021 noch so ausgesehen, als wäre eine Einweihung des Denkmals zum Jahrestag der Deutschen Einheit möglich.

Das Einheitsdenkmal entsteht derzeit auf der Westseite des Humboldt Forums am Standort des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals. Das Konzept der 50 mal 18 Meter großen „Einheitswippe“ sieht vor, dass sie sich zu einer Seite neigt, sobald ausreichend viele Menschen es schaffen, „miteinander zu sprechen, sich zu verabreden und gemeinsam“ auf eine Seite gehen, wie Letz betonte.

Die Stahlschale als zentrales Element des Denkmals soll nach Fertigstellung in 16 Teilen vom Hersteller in Nordrhein-Westfalen nach Berlin transportiert und vor Ort zusammengefügt werden.

( epd )