Protest in Berlin

Extinction Rebellion demonstriert vor Chemiefirma in Berlin

Aktivisten von Extinction Rebellion blockieren den Eingang des Chemiekonzerns Bayer Monsanto in Berlin mit einem Banner mit der Aufschrift "animal rebellion". Die Umwelt-Bewegung will anlässlich der Grünen Woche mit der Blockade-Aktion gegen das Artensterben protestieren.

Aktivisten von Extinction Rebellion blockieren den Eingang des Chemiekonzerns Bayer Monsanto in Berlin mit einem Banner mit der Aufschrift "animal rebellion". Die Umwelt-Bewegung will anlässlich der Grünen Woche mit der Blockade-Aktion gegen das Artensterben protestieren.

Foto: Fabian Sommer/dpa

Einige Demonstranten kletterten auf das Vordach des Gebäudes und zeigten Transparente, andere blockierten kurzzeitig die Straße.

Berlin. Die Umweltschutzinitiative Extinction Rebellion hat vor dem Berliner Sitz einer Chemiefirma für mehr Klimaschutz und Artenschutz demonstriert. Einige Demonstranten kletterten am Freitagmorgen auf das Vordach des Gebäudes von Bayer Monsanto an der Müllerstraße in Wedding (Mitte) und zeigten Transparente, andere blockierten kurzzeitig die Straße. Die Polizei sprach von rund 40 Aktivisten. Alles verlaufe friedlich.

Auf Transparenten stand: "Die Klimakrise ist hier" und "Gefahrenzone Glyphosat". Extinction Rebellion forderte in einer Mitteilung: "Wir brauchen einen tiefgreifenden Plan. Das Leben auf diesem Planeten wird durch unsere Agrar- u. Umweltpolitik vernichtet." Die Initiative verlangte von der Bundesregierung, gegen Artensterben und die Gefahren für die Ökosysteme vorzugehen.

Der Zeitpunkt des Protestes orientiere sich an der sonst Mitte Januar stattfindenden Grünen Woche, der großen Messe für Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie abgesagt.

Umweltministerin Steffi Lemke und Agrarminister Cem Özdemir (beide Grüne) hatten vor einigen Tagen eine Neuausrichtung der Landwirtschaft mit mehr Umweltschutz angekündigt. Bis Ostern kündigte Lemke Eckpunkte für ein "Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz" an. Dazu gehöre auch ein "umwelt- und naturverträglicherer" Einsatz von Pestiziden. Bis Ende 2023 wolle Deutschland das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat vom Markt nehmen.

( dpa )