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Auto stößt in Berlin-Mitte mit Tram zusammen

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Andreas Gandzior
Der Pkw-Fahrer wurde bei dem Unfall leicht am Kopf verletzt.

Der Pkw-Fahrer wurde bei dem Unfall leicht am Kopf verletzt.

Foto: Morris Pudwell

Erneut hat es in Berlin einen Unfall mit einer Tram gegeben. Der Fahrer hatte einen Fahrauftrag von einer Vermittlungsplattform.

Berlin. Am Berliner Hauptbahnhof in Mitte hat sich in der Nacht zu Montag erneut ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Tram ereignet. Dabei wurde der Autofahrer leicht am Kopf verletzt. Der Wagen, der einen Auftrag eines Online-Fahrdienstleisters angenommen hatte, soll von links gekommen und in Richtung Bertha-Benz-Straße unterwegs gewesen sein. An der Ecke Emma-Herwegh-Straße kam es gegen 0.35 Uhr zum Zusammenstoß. Der Autofahrer soll der Tram die Vorfahrt genommen haben.

Erst in der Nacht zu Sonntag waren bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einer Tram in Lichtenberg zwei Menschen gestorben. Der Fahrer des Pkw war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Auftrag eine Online-Plattform unterwegs und hatte drei Fahrgäste an Bord. „Wir bedauern diesen tragischen Unfall sehr, wenngleich es sich nicht um eine von Uber vermittelte Fahrt handelte“, sagte ein Uber-Unternehmenssprecher am Montag. „Der Fahrer galt nach seinen Bewertungen als ausgesprochen zuverlässig und hatte bereits etwa 8000 Fahrten von Uber vermittelt bekommen. In den vergangenen drei Wochen hatte er keine Aufträge mehr von Uber angenommen.“ Anders sieht es bei dem Unfall am Hauptbahnhof aus. Dieser Fahrer hatte laut Unternehmen gerade einen Auftrag angenommen und war auf dem Weg, um einen Fahrgast abzuholen.

Uber: Versicherung für den gewerblichen Personentransport ist Pflicht

Uber ist eine Vermittlungsplattform, bei der registrierte Fahrzeuge und Fahrer Aufträge vermittelt bekommen. „Wir vermitteln Fahrten. Um sich bei uns registrieren lassen zu können, gelten hohe Standards“, sagte der Uber-Sprecher. „Für jedes angemeldete Fahrzeug muss eine Versicherung für den gewerblichen Personentransport nachgewiesen werden, das bedeutet, dass jeder Fahrgast im gleichen Umfang versichert ist wie in einem Taxi.“

Auch beim Konkurrenten Free Now wird der Versicherungsschutz bei der Registrierung geprüft. „Der Beförderungsvertrag einer über unsere App vermittelten Tour kommt immer zwischen dem Fahrgast und dem jeweiligen Mietwagenunternehmen zustande. Im Falle eines durch einen Fahrer verursachten Unfalls haftet demnach der Mietwagenunternehmer“, teilte ein Unternehmenssprecher mit. „Wenn sich neue Unternehmen bei Free Now registrieren, prüfen wir als Vermittler alle Unterlagen. Dazu gehören unter anderem die Personenbeförderungsscheine der Fahrer und die Konzessionen des Unternehmens. Beim Betrieb eines Mietwagens ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für gewerbliche Personentransporte obligatorisch.”