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Köpi geräumt - Bauarbeiten haben einen Tag danach begonnen

| Lesedauer: 33 Minuten
Julian Würzer
Linkes Bauwagen-Camp "Köpi" in Berlin geräumt

Linkes Bauwagen-Camp "Köpi" in Berlin geräumt

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei in Berlin das bekannte linksautonome Bauwagen-Camp "Köpi" geräumt. Mit Kettensägen, Trennschleifern und Räumpanzern durchbrachen die Beamten die Barrikaden, hinter denen sich Bewohner und Unterstützer verschanzt hatten.

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Der Köpi-Platz ist geräumt. Am Abend zog eine Demo durch Kreuzberg. Es kam zu Krawallen. Jetzt rollen die ersten Bagger. News im Blog.

Räumung der "Köpi" - Die News von Samstag, 16. Oktober: Bauarbeiten haben einen Tag nach Räumung begonnen

14.28 Uhr: Am Tag 1 nach der Räumung des Köpi-Wagenplatzes in Berlin-Mitte hat bereits die Aufräumarbeit begonnen. Auf dem Grundstück räumten zwei Bagger die Überreste der Barrikaden zusammen. In dem Gerümpel waren alte Matratzen, Metallstreben, Wellblech und ein Bürostuhl zu sehen. Zudem waren mindestens zehn Bauarbeiter vor Ort. Der Zugang wurde am Sonnabend mit einem neuen Bauzaun abgesichert, behelmte Polizisten bewachten außerdem den Gehsteig und schickten neugierige Passanten auf die andere Straßenseite. Bis wann die Polizisten vor Ort sein werden, konnte ein Beamter an der Köpenicker Straße nicht sagen.

Polizeigewerkschaft GdP - 40 verletzte Einsatzkräfte

11.33 Uhr: Laut der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin sind im Zusammenhang mit der Räumung der Köpi-Wagenburg und der darauffolgenden Demonstrationen am Freitagabend 40 Einsatzkräfte verletzt worden. Die Einsatzkräfte hätten „ihren rechtsstaatlichen Auftrag gestern sehr geduldig und hoch professionell über die Bühne gebracht“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro am Sonnabend. Sie hätten dabei „Schlimmeres verhindert“.

„Der Abend aber hat gezeigt, wie scheinheilig hier der Kampf um Freiräume und gegen Gentrifizierung für schwerste Straftaten missbraucht wird und mitunter von politischer Seite Unterstützung erhält“, sagt GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Seitens der Linkspartei hatte es zuletzt massive Kritik an dem Grundstückseigentümer gegeben. Dieser wolle sich „den Wert seines Spekulationsobjektes durch eine Räumung erhöhen lassen“, hieß es im Vorfeld unter anderem von der Fraktionsspitze im Abgeordnetenhaus.

Innensenator Andreas Geisel verurteilt Gewalt bei Köpi-Demo

10.32 Uhr: Nach der Räumung des „Köpi-Platzes“ und einer anschließenden Protest-Demonstration hat Berlins Innensenator Andreas Geisel Gewalt und Ausschreitungen verurteilt. „Was wir gestern erlebt haben, ist keine politische Haltung, sondern blinde Zerstörungswut“, sagte der SPD-Politiker am Samstag laut Innenverwaltung. „Es ist destruktiv und löst kein einziges Problem. Der Staat wird Gewaltandrohungen nicht weichen. Rechtsstaatlichkeit ist ein hohes Gut und muss sich immer durchsetzen.“ Berlin brauche Freiräume auch für unkonventionelle Wohnformen und alternative Projekte. „Das gehört zu unserer Stadt“, sagte Geisel. „Aber diese Freiräume dürfen keine rechtsfreien Räume sein.“ Es seien das Eigentum unbeteiligter Menschen zerstört und Polizistinnen und Polizisten angegriffen und verletzt worden. „Das ist mit nichts zu rechtfertigen.“

Berliner FDP: Linksautonome-Szene in Berlin ein ernstzunehmendes Problem

9.01 Uhr: Paul Fresdorf, innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, sagte zur "Köpi"-Demo: „Die gestrigen Ausschreitungen rund um die Demonstration der Räumung des 'Köpi'-Wagencamps zeigen, dass die Linksautonome-Szene in Berlin ein ernstzunehmendes Problem ist. Brennende Autos, Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sowie Vandalismus kann und darf in der Stadt nicht toleriert werden. Rechtsfreie Räume und der Hass auf unseren Rechtsstaat müssen mit aller Härte des Gesetzes bekämpft werden."

Franziska Giffey verurteilt Ausschreitungen

8.10 Uhr: SPD-Spizenkandidatin Franziska Giffey hat die Ausschreitungen rund um die Räumung des Köpi-Platzes verurteilt. Im RBB-Sender Inforadio betonte sie, Gewalt sei kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. „Was da passiert in der Stadt, wenn es um rechtmäßige Räumung von Orten geht, dass Menschen der Meinung sind, mit massiver Gewalt gegen Polizeikräfte ihren Willen durchzusetzen, das ist nicht in Ordnung“, sagte Giffey. Es sei wichtig, Polizei und Einsatzkräften den Rücken zu stärken. Deshalb sehe das Sondierungspapier für eine neue Koalition aus SPD, Grünen und Linken ein klares Bekenntnis zum Ausbau des Personals vor, „zur Unterstützung derer, die dafür sorgen, dass der Rechtsstaat durchgesetzt wird“.

Wieder Ruhe nach Demo gegen „Köpi“-Räumung

7.59 Uhr: Nachdem es bei der Protest-Demonstration zur Räumung des „Köpi-Platzes“ am Freitagabend zu zahlreichen Ausschreitungen gekommen ist, ist inzwischen wieder Ruhe eingekehrt. Nach der Demonstration in Kreuzberg sei die Nacht sehr ruhig verlaufen, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. „Aktuell schläft die Stadt“, so ein Sprecher.

Während der Demonstration sei die Stimmung nach Aussagen einer Polizeisprecherin sehr aggressiv gewesen. Es seien Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte geworfen worden, auch Angriffe mit Stangen und teils gravierende Sachbeschädigungen an Autos habe es gegeben, hieß es in einem Tweet der Polizei. Einige der Beamten wurden verletzt.

Mehrere tausend Teilnehmer bei Köpi-Demonstration

7 Uhr: Eine Polizeisprecherin sagte, die Demonstration habe sehr viel mehr Teilnehmer gehabt als angemeldet. Die Zahl bewege sich im oberen vierstelligen Bereich. Bei einer Solidaritätsdemo in Hamburg gingen am Abend mehrere Hundert Menschen auf die Straße.

Räumung der "Köpi" - Die News von Freitag, 15. Oktober: Letzte Teilnehmer liefern sich Auseinandersetzung mit Polizei

23.34 Uhr:

Festnahmen auf der Oranienstraße

23.27 Uhr: Auf der Oranienstraße kommt es nun zu ersten Festnahmen. Ein großer Teil der Teilnehmer hat den Ort bereits verlassen. Die Polizei fordert die Menschen indes weiter auf, die Straße zu verlassen.

Kleinere Auseinandersetzungen

23.25 Uhr:

Angespannte Situation nach offiziellem Ende der Demo

23.15 Uhr: Die Versammlung ist beendet. Viele Teilnehmer verlassen die Straße nun, die übrigen Menschen werden von der Polizei eingekesselt. Die Situation ist angespannt. Die umliegenden Restaurants schließen derweil ihre Türen ab.

Demo erreicht Zielpunkt und wird aufgelöst

23.08 Uhr: Die Demonstration hat ihren Endpunkt in der Adalbertstraße Ecke Oranienstraße erreicht. Die Anmelder lösen die Veranstaltung auf. Gleich darauf kommt es zu weiteren Rangeleien. Die Polizisten gehen nun in die Versam mlung hinein.

Polizei: "Erhebliche Straftaten" und "zahlreiche Festnahmen"

22.59 Uhr: Wie die Polizei twittert, seien aus der Demonstration heraus "erhebliche Straftaten" begangen und Einsatzkräfte angegriffen worden. Zudem habe es Flaschen- und Steinwürfe auf die Einsatzkräfte sowie Angriff mit Stangen gegeben. Daneben seien gravierende Sachbeschädigungen an Autos erfolgt. Es habe "zahlreiche Festnahmen auch mit Hilfe körperlichen Zwangs gegeben".

Um das erneute Betreten des Köpi-Platzes zu verhindern seien durch den Einsatzleiter Wasserwerfer an der Köpenicker Straße aufgestellt worden.

Feuerwerk an der Adalbertstraße

22.56 Uhr: Die Demonstranten stehen nun auf der Adalbertstraße. Die Polizei hat eine Kette gebildet und lässt nur noch Journalisten passieren. Auf einem Hausdach wird derweil ein Feuerwerk gezündet, die Köpi-Unterstützer bejubeln das.

Immer wieder kurze Auseinandersetzungen

22.49 Uhr: Es kommt immer wieder zu kurzen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten. Als eine Polizistin auf der Adalbertstraße ihre Taschenlampe für einen Moment ausmacht, schlägt ein Demonstrant ihr auf den Helm. Ansonsten lässt die Polizei den Aufzug eng begleitet weiterlaufen.

Demonstrationszug fasert auseinander

22.30 Uhr: Auf der Köpenicker Straße haben Polizisten zwei Wasserwerfer am Rande der Sperrzone postiert. Die Demonstranten laufen nun teilweise auf dem Engeldamm. Die Situation ist aber sehr zerstreut. Viele Menschen halten sich auch auf der Grünfläche auf.

Demo stoppt erneut auf der Wrangelstraße

22.13 Uhr: Der Aufzug ist nun auf der Wrangelstraße angekommen und wird erneut festgesetzt. Nebenstraßen sind teilweise von Polizeiwagen abgesperrt. Die Stimmung ist weiterhin sehr aufgeheizt, weitere Böller fliegen. Nach wenigen Minuten geht es wieder weiter für die mehreren tausend Menschen. Sie rufen teils polizefeindliche Parolen.

Polizei: Tausende Demo-Teilnehmer

22.10 Uhr: Laut einer Polizeisprecherin seien sehr viel mehr Teilnehmer bei der Demo als angemeldet, berichtet die dpa, die Zahl bewege sich im oberen vierstelligen Bereich. Bei der Demonstration in Kreuzberg wurden auch Bengalos und Feuerwerk gezündet. Nach Angaben des rbb wurden auch Verkehrsschilder in parkende Autos gerammt.

2000 Teilnehmer bei Demonstration

21.55 Uhr: Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, seien 2000 Teilnehmer bei der Demonstration gegen die Räumung des Köpi-Platzes. Größere Zusammenstöße habe es dem Bericht zufolge nicht gegeben. In Hamburg nahmen rund 500 Menschen an einer Solidaritätskundgebung teil. Berichten zufolge wurden entlang der Demo-Route in Kreuzberg Scheiben bei Autos eingeschlagen und diese teilweise auch in Brand gesetzt.

Rangeleien mit der Polizei

21.48 Uhr: Demonstranten zünden immer wieder Pyrotechnik. Der Zug gerät immer wieder ins Stocken. Die Demonstranten sind auf der Muskauer Straße festgesetzt. Zwischen Demonstranten und Polizisten kommt es zu kleineren Rangeleien.

Polizei stoppt Demonstration auf der Manteuffelstraße

21.36 Uhr: Die Polizisten setzen den Aufzug vorübergehend auf der Manteuffelstraße fest. In den vergangenen Minuten wurden teils Steine auf Einsatzkräfte geworfen und Fenster zerstört. Die Stimmung ist sehr aggressiv.

Angeblich brennende Autos in der Adalbertstraße

21.30 Uhr: Auf Twitter gibt es mehrere Meldungen, dass in der Adalbertstraße Autos brennen sollen. Eine objektive Bestätigung gibt es dafür zunächst nicht. Dem rbb zufolge werden entlang der Demo-Route viele Autoscheiben eingeschlagen.

Steinwürfe auf Polizisten

21.18 Uhr: Demonstranten werfen teilweise mit Steinen auf die Polizisten. Sie sind aktuell aber auf der Oranienstraße festgesetzt.

Demonstranten schlagen auf Autos ein

21.14 Uhr: Am Oranienplatz wird die Situation zunehmend unübersichtlich. Es werden Nebelkerzen gezündet. Demonstranten bewaffnen sich mit Steinen und Verkehrsschildern, schlagen auf Autos ein.

Anwohner flüchten teils in ihre Häuser

21.10 Uhr: An der Reichenberger Straße entsteht kurz Hektik. Es fliegt immer mehr Pyrotechnik. Anwohner flüchten teils in ihre Häuser. Die Polizisten begleiten die Demonstranten derweil sehr eng. Der Aufzug läuft aber. Abstände werden unter Demonstranten nicht eingehalten. Die Spitze des Zuges zieht derweil die Oranienstraße entlang.

Proteste gegen Räumung des Köpi-Platzes auch in Hamburg

21.05 Uhr:

Böller fliegen auch in Richtung von Polizisten

20.59 Uhr: Die Demonstranten werfen immer wieder Böller auch in Richtung der Polizisten. Es knallt durchgehend auf der Straße. Die Beamten begleiten den Demonstrationszug auf beiden Seiten, der sich jetzt dem Kottbusser Tor nähert. Die Demonstranten skandieren immer wieder Parolen gegen die Polizei. Über der Straße in Kreuzberg liegt derweil teilweise eine Nebeldecke.

Demo gestartet - Pyrotechnik wird gezündet

20.53 Uhr: Der Demonstrationszug setzt sich in Bewegung. Auf der einen Seite des Kottbusser Damms laufen die Demonstranten auf der anderen behelmte Polizisten. Pyrotechnik wurde bereits in der Straße gezündet. Die Stimmung ist bereits aufgeheizt.

Pyrotechnik auf Hausdach gezündet

20.40 Uhr: Behelmte Polizisten stehen den Demonstranten gegenüber. Auf einem Hausdach haben Unterstützer der Köpi-Wagenburg Pyrotechnik gezündet. Der Aufzug ist indes noch nicht gestartet, allerdings starten die Demonstranten nun mit dem ersten Redebeitrag. Manche skandieren "Ganz Berlin hasst die Polizei".

Zahlreiche Menschen sammeln sich am Hohenstaufenplatz

20.22 Uhr: Viele Demonstranten haben sich mittlerweile am Hohenstaufenplatz eingefunden. Noch ist der Aufzug nicht gestartet. Als die Polizei die Demonstranten über Lautsprecher auffordert, die Corona-Regeln einzuhalten, rufen die Demonstranten: „Ganz Berlin hasst die Polizei“. Der Verkehr auf dem Kottbusser Damm ist inzwischen lahmgelegt.

Polizei mit großem Aufgebot am Hohenstaufenplatz

19.43 Uhr: Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot am Kottbusser Damm rund um den Hohenstaufenplatz, der umgangssprachlich auch "Zickenplatz" genannt wird. Auch Demonstranten haben sich auf dem Platz eingefunden. Um 20 Uhr soll der Aufzug durch Kreuzberg ziehen. Die Demonstranten haben angekündigt, ihren Unmut wegen der Köpi-Räumung auf die Straße zu bringen. Eine Polizeisprecherin sagte der rbb-"Abendschau", es werde mit einer Teilnehmerzahl im niedrigen vierstelligen Bereich gerechnet. Rund 1500 Polizisten seien im Einsatz.

Demo soll um 20 Uhr starten

18.33 Uhr: Gegen 20 Uhr wollen Unterstützer des Köpi-Wagenplatzes auf die Straße gehen. Der Aufzug startet am Hohenstaufenplatz in Kreuzberg und soll von dort aus über den Kottbusser Damm, die Wrangelstraße und die Köpenicker Straße gehen. In den sozialen Netzwerken rufen die Unterstützer massiv zu dem Protest auf. Auf Twitter schreiben die Bewohner: „Jede Räumung hat ihren Preis. Heute Abend knallt‘s.“ Wie viele Menschen an dem Protest teilnehmen, ist bislang unklar. Die Polizei will nach Angaben einer Sprecherin mit rund 1500 Einsatzkräften berlinweit unterwegs sein, um Ausschreitungen zu verhindern.

Übergabe an Eigentümer

17.30 Uhr: Kurz nach 17 Uhr wurde das Gelände dem Eigentümer übergeben. Die Allgemeinverfügung gilt noch bis 23.59 Uhr.

Offenbar haben alle Personen den Platz verlassen

15.35 Uhr: Wie es auf Twitter heißt, sollen alle Personen den Platz verlassen haben.

CDU-Chef Kai Wegner: "Wir dulden keine rechtsfreien Räume"

13.47 Uhr: Zur Räumung der "Köpi" äußerte sich Berlins CDU-Chef Kai Wegner. "Wir verurteilen die Gewalt gegen Einsatzkräfte und die Anschläge im Zusammenhang mit der überfälligen Räumung der Köpi-Wagenburg. (...) Allen muss klar sein: Wir dulden keine rechtsfreien Räume und keine Rückzugsräume linksextremistischer Gewalttäter. Die traurigen Auswüchse von Bränden und Übergriffen der linksradikalen Szene sind das Ergebnis einer falschen Toleranz durch SPD, Grüne und Linke. (...) Wir erwarten ein klares Bekenntnis gegen jede Form politischer Gewalt, auch von links. Ich fordere Frau Giffey auf, ein Signal für den Rechtsfrieden in unserer Stadt zu setzen. Auch in dieser Hinsicht ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Linken ein schlimmes Signal für Berlin."

Polizei holt Dutzende Bewohner aus dem Wagencamp - 21 Festnahmen

13.43 Uhr: Bei der Räumung des linksautonomen Wagencamps „Köpi“ in Berlin-Mitte hat die Polizei am Freitag Dutzende Bewohner vom Gelände geholt. Bis zum frühen Nachmittag waren es 37, wie die Polizei mitteilte. Bei ihnen seien die Personalien aufgenommen worden. Neun Personen saßen noch auf Bäumen auf dem Areal. Eine Polizeisprecherin sprach von 21 Festnahmen im Zuge des Einsatzes. Das schließe die Demonstrationen rund um das Gelände an der Köpenicker Straße mit ein.

Gerichtsvollzieherin auf dem Gelände

13.19 Uhr: Begleitet von Polizisten betritt am frühen Nachmittag eine Gerichtsvollzieherin das Gelände. Sie begutachtet das Grundstück, das wieder dem Besitzer übergeben werden soll.

Polizeisprecherin: Bislang 19 Personen abgeführt, Gerichtsvollzieher noch nicht auf dem Gelände

12.45 Uhr: Einer Polizeisprecherin zufolge sind bislang 19 Personen vom Gelände geführt worden. Bei ihnen werden nun die Personalien festgestellt. Wie viele Menschen sich noch auf dem Bauwagencamp befinden, kann sie nicht sagen. Allerdings befinden sich noch mindestens drei Menschen auf den Bäumen. Medienberichten zufolge sollen Einsatzkräfte durch Flaschenwürfe der Bewohner verletzt worden sein. Das kann die Sprecherin bislang nicht bestätigen. Sie sprach von keinem leichten Einsatz. „Der Zugang war nicht ganz leicht“, sagt sie. Sobald alle Bewohner vom Gelände geführt worden sind, könne der Gerichtsvollzieher das Areal betreten. „Das wird zunächst auch noch unter Polizeischutz stattfinden“, so die Polizeisprecherin.

Köpi-Unterstützer rufen zu Kundgebung auf

12.22 Uhr: Unterstützer des Köpi-Wagenplatzes mobilisieren nun zu einer Kundgebung in Richtung U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Straße. Die Polizei begleitet die Teilnehmer der Demonstration mit einem Großaufgebot.

Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten

12.12 Uhr: Am Rande der Räumung kommt es zu einem Einsatz am Michaelkirchplatz in Kreuzberg. Linksautonomen Demonstranten und Polizisten haben sich Auseinandersetzungen geliefert.

Die Situation vor der Wagenburg beruhigt sich

12.01 Uhr: Die Polizei führt fünf weitere Menschen aus dem Bauwagencamp an der Köpenicker Straße ab. Die Situation vor der Wagenburg hat sich indes beruhigt - keine Arbeiten mehr am Zaun und auch die Kundgebungen am Rande der Räumung sind verstummt.

Polizei stellt Identitäten der Köpi-Bewohner fest

11.50 Uhr: Vier weitere Bewohner wurden von dem Gelände geführt. Damit sind nun rund zehn Menschen vom Wagencamp gebracht worden. Einer Polizeisprecherin zufolge werden nun ihre Identitäten festgestellt, sollte kein Verdacht einer Straftat gegen sie vorliegen, könnten sie wieder ihren Weg gehen, so die Polizeisprecherin.

Höheneinsatz-Team holt Menschen von den Bäumen

11.37 Uhr: Die Polizei schickt weiter Einsatzkräfte auf das Gelände. Sie sind teilweise mit Feuerlöschern ausgestattet. In den Bäumen sitzen augenscheinlich mindestens drei Menschen, die mit einem Seil angebunden sind. Sie beschimpfen die Polizisten. Die Polizei hat nun auch einen zweiten Zugang zum Gelände erarbeitet. Auch ein Höheneinsatzteam begibt sich nun auf das Bauwagencamp, um die Menschen von den Bäumen zu holen.

Erste Bewohner werden vom Gelände geführt

11.29 Uhr: Erste Bewohner des Köpi-Wagenplatzes werden nun vom Gelände geführt. Derweil arbeitet die Polizei daran, die Barrikade weiter einzureißen.

Polizei arbeitet auch mit Motorsägen

11.23 Uhr: Bei der Räumung des Köpi-Wagenplatzes arbeiten die Polizisten auch mit Motorsägen und schneiden damit Teile des Zauns um den Wagenplatz ein. Weiter vorne fährt die Polizei noch einen Wasserwerfer auf.

Linksfraktion: Es gab Bemühungen, die Räumung abzuwenden

11.19 Uhr: Bis zuletzt gab es Bemühungen, die Räumung abzuwenden. Die Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus teilte mit, der Eigentümer habe das Grundstück über Makler zum Verkauf angeboten und sich in Verhandlungen bereit gezeigt, es an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft zu verkaufen. Kaufpreis, Kaufvertrag und Notartermin hätten bereits festgestanden. „Dann ließ der Eigentümer die Verhandlungen platzen“, hieß es in einer Mitteilung der Linken vom Donnerstag.

Polizeisprecherin: Lage hinter der Mauer unübersichtlich

11.14 Uhr: Eine Sprecherin der Polizei beschreibt die derzeitige Lage hinter der Mauer als unübersichtlich. Noch seien nur vereinzelte Einsatzkräfte durch die Barrikade gelangt, wie breit diese jedoch ist, könne sie nicht sagen. Von außen waren teils Holzpaletten und Betonierungen zu sehen. Erkenntnisse über Menschen, die angekettet seien und womöglich mit den Barrikaden verbunden sind, würden sie auch nur aus den sozialen Netzwerken kennen, so die Sprecherin. „Das hat aber maßgeblich für den Einsatz sensibilisiert“, sagte die Sprecherin gegenüber der Berliner Morgenpost.

Polizei geht nun mit mehreren Einsatzkräften auf den Köpi-Wagenplatz

11.05 Uhr: Die Polizei geht nun mit mehreren Einsatzkräften auf das Gelände an der Köpenicker Straße. Draußen warten noch weitere Polizisten. Hinter der Mauer steigt immer wieder Rauch auf. Es riecht verbrannt. Nach draußen wurde bislang noch keiner der Bewohner geführt.

Erste Einsatzkräfte auf dem Gelände

10.47 Uhr: Hinter dem Bauzaun erschweren den Polizisten viel Gerümpel, Metallstreben und notdürftig zusammengeworfene Barrikaden den Zutritt zum Wagenplatz. An einer Stelle sind allerdings erste Einsatzkräfte auf das Gelände gelangt.

Polizei arbeitet sich an drei Plätzen durch die Barrikade

10.38 Uhr: Die Polizei arbeitet sich nun an drei Plätzen der Barrikade voran. Mit einer Kreissäge arbeiten sie aus einem gepanzerten Fahrzeug heraus, daneben reißen sie mit einem Einsatzwagen Teile des Zauns ein und sägen sich durch die Barrikade.

Räumfahrzeug reißt den Zaun ein

10.31 Uhr: Die Polizisten verschaffen sich einen Überblick mit den Gerüsten. Derweil reißt ein Räumfahrzeug die Wände ein. Vonseiten der Bewohner fliegen Flaschen auf die Einsatzkräfte und sie zünden Nebeltöpfe.

Zaun wird aufgeschnitten - erste Festnahmen

10.24 Uhr: Die Polizei fährt nun mit einem Räumfahrzeug vor und schneidet aus dem Wagen den Zaun am Wagenplatz auf. Zudem kommen Einsatzkräfte mit mobilen Gerüsten.

Am Rande ist es bei einer Kundgebung bereits zu ersten Festnahmen gekommen.

Stimmung wird aggressiver - Gerichtsvollzieherin ist da

10.14 Uhr: Die Stimmung vor Ort wird zunehmend aggressiver. Polizisten und Demonstranten leisten sich am Rande der Räumung Rangeleien. Die Bewohner des Köpi-Wagenplatzes werfen Flaschen auf die Polizisten, die bislang noch nicht mit der Räumung gestartet haben. Auch die Gerichtsvollzieherin ist eingetroffen.

Polizei baut Gerüste auf, um über die Barrikade zu kommen

10.03 Uhr: Die Polizei baut mittlerweile Gerüste auf, um damit womöglich über die Barrikade zu gelangen. Beim Protest an der Ecke Engeldamm/Köpenicker Straße erhöhen die Polizisten derweil die Präsenz und setzen auch eine Hundestaffel ein. Die Bewohner kündigen an, den Gerichtsvollzieher nicht auf das Gelände zu lassen.

Vermummte Bewohner schauen hinter der Barrikade hervor

9.31 Uhr: Vermummte Bewohner des Köpi-Wagenplatzes schauen hinter der Barrikade hervor. Sie tragen Plastikanzüge, so als ob sie sich gegen den angekündigten Regen schützen wollen. Zudem dröhnt laute Musik von dem Gelände.

Über dem Köpi-Wagenplatz steigt Rauch auf

9.20 Uhr: Nach Angaben der Bewohner ist es nicht möglich, den Zaun abzureißen, ohne dass Menschen in Gefahr gebracht werden. Augenscheinlich befinden sich tatsächlich Menschen in den Bäumen. Die Polizei bringt sich derweil in Stellung. Ein LKW fährt vor und die Beamten legen Wasserleitungen aus. Über dem Wagenplatz steigt zur Minute Rauch auf.

Die Polizei verstärkt vor dem Eingang ihr Aufgebot

8.55 Uhr: Bewohner des Köpi-Wagenplatzes haben sich zumindest auf einer Anhöhe versammelt. Ob Menschen tatsächlich in Bäumen sitzen, ist von außen nicht erkennbar. Die Polizei verstärkt derweil ihr Aufgebot vor dem Eingang des Wagenplatzes: Einsatzwagen, behelmte Polizisten und Einsatzkräfte mit Schildern laufen vor.

Bewohner sollen sich festgekettet haben

8.45 Uhr: Die Bewohner des Köpi-Wagenplatzes greifen eigenen Angaben zufolge zu drastischen Mitteln. Über Lautsprecher geben sie durch, dass Menschen in den Bäumen hängen würden. Ihre Sicherheitsseile seien mit den Barrikaden am Wagenplatz verbunden. Sollten die Polizisten diese einreißen, so eine Köpi-Bewohnerin über Lautsprecher, „dann nehmt ihr in Kauf, dass die Leute sterben“.

Rangeleien mit der Polizei

8.23 Uhr: An der Ecke Adalbertstraße / Melchiorstraße kommt es zu Rangeleien zwischen Teilnehmern einer Kundgebung und Polizisten. Die Beamten stellen zudem zusätzliche Absperrgitter auf und drängen die rund 50 Demonstranten zurück. Dutzende Gegendemonstranten versammelten sich zu drei angemeldeten Kundgebungen. Die Räumung wurde für den Vormittag erwartet.

Bewohner werfen Blätter über den Zaun

8.09 Uhr: Die Bewohner des Köpi-Wagenplatzes werfen Blätter über den Zaun hinter dem sie sich verschanzen. Darauf ist das Bild eines Mannes zu sehen, den die Bewohner hinter der Räumung vermuten.

Räumpanzer fahren zum Köpi-Wagenplatz

7.49 Uhr: Die Polizei fährt an der Ecke Melchiorstraße Räumfahrzeuge vor. Außerdem sind Techniktrupps vor Ort.

Rauchgeruch dringt auf die Straße

7.24 Uhr: Die Polizei macht langsam Ernst: Zur Minute fährt ein Aufgebot mit zehn Einsatzwagen an der Köpenicker Straße vor. Von der Adalbertstraße kommend sind weitere Einsatzwagen unterwegs. Die Köpi-Bewohner kündigen indes Widerstand über Lautsprecher an. Außerdem dringt vonseiten des Köpi-Wagenplatzes Rauchgeruch auf die Straße.

Als die Tür wieder zufällt, raschelt es stark

6.35 Uhr: Zwei Personen werden auf das Gelände des Köpi-Wagenplatzes gelassen, während behelmte Polizisten die Situation mit einigem Abstand und einer Taschenlampe beobachten. Als die Tür wieder zufällt, raschelt es stark. Es hört sich so an, als werde an einer Eisenkette gearbeitet. Vereinzelt sieht man auch Licht von Taschenlampen aufleuchten.

Am Bethaniendamm finden sich einige Demonstranten ein

6.09 Uhr: Der Abschnitt der Köpenicker Straße vor dem Köpi-Wagenplatz ist an diesem Morgen verwaist und weiträumig abgesperrt. Der Asphalt ist voller Scherben von zerbrochenen Flaschen. Weiter vorne am Bethaniendamm haben sich mittlerweile einige Demonstranten eingefunden, die gegen die Räumung des Wagenplatzes protestieren. Auf dem Gelände des Wagenplatzes ist es hingegen noch ruhig.

Polizei bereits mit einem Großaufgebot im Einsatz

5.57 Uhr: Von dem um 5 Uhr angekündigten Protest auf der Adalbertstraße in Kreuzberg ist in den frühen Morgenstunden noch nichts zu sehen. Allerdings ist die Polizei bereits mit einem Großaufgebot rund um die Köpenicker Straße im Einsatz. Seitenstraßen wie an der Ecke Melchiorstraße sind mit Zäunen abgesperrt. Nur Anwohner oder Journalisten dürfen die Absperrungen passieren, alle anderen werden von den Beamten weggeschickt. Bislang ist die Lage vor Ort noch ruhig und entspannt. Die Räumung des Köpi-Wagenplatzes war nach Angaben der Polizei ohnehin erst für den Vormittag angesetzt.

Ausschreitungen in Kreuzberg vor „Köpi“-Camp-Räumung

5.54 Uhr: In der Nacht zu Freitag ist es doch noch zu Ausschreitungen gekommen. Unbekannte schlugen in Kreuzberg u.a. in der Ritterstraße die Scheiben von elf Autos ein und bewarfen Häuser u.a. in der Prinzenstraße mit Farbbeuteln. Aber auch Steine flogen auf Gebäude, Fenster gingen zu Bruch.

Mehrere Fahrzeuge wurden auch in Brand gesetzt, wie eine Polizeisprecherin am frühen Morgen sagte.

Am späten Abend hatte die Berliner Polizei die Lage noch als „überwiegend störungsfrei“ eingeschätzt. Angesichts der Vorfälle in der Ritterstraße sagte ein Sprecher, dass die Nacht „nicht mehr als ruhig“ oder „störungsfrei“ bezeichnet werden könne.

Kurz vor Eintreffen der Einsatzkräfte hatten Zeugen den Informationen zufolge etwa 20 Personen mit Pyrotechnik in der Straße in Kreuzberg gesehen. Ob diese auch für die zerstörten Scheiben und beschmierten Wände verantwortlich sind, konnte auf Nachfrage nicht gesagt werden.

Polizistin durch Flaschenwurf leicht verletzt - Mülltonnen brennen

2.40 Uhr: Der Abend vor der geplanten Räumung des linksautonomen Wagencamps ist laut Polizei „überwiegend störungsfrei“ verlaufen. Zwar habe es gelegentlich Aktionen von Demonstrierenden gegeben, Eskalationen seien aber ausgeblieben, sagte ein Polizeisprecher am späten Donnerstagabend.

Bei der größten Demonstration mit etwa 500 Teilnehmenden sei am Abend eine Polizistin durch einen Flaschenwurf leicht verletzt worden, sagte der Sprecher. Zudem wurden im Demonstrationszug Pyrotechnik und Nebeltöpfe gezündet. Über den Tag hinweg hätten Mülltonnen auf der Stresemannstraße in der Nähe des Willy-Brandt-Hauses gebrannt.

Außerdem brannten am Donnerstagabend Autoreifen auf dem Erkelenzdamm in Kreuzberg. Eine Einsatzhundertschaft der Polizei löschte die Flammen.

Bewohner kündigen Widerstand an

2.27 Uhr: Ab 5 Uhr sind Demonstrationen außerhalb der Sicherheitszone geplant. Wer an dem Grundstück an der Köpenicker Straße vorbeiläuft, bekommt das Gefühl, die Bewohnerinnen und Bewohner bereiteten sich auf einen Kampf vor. Den Zaun um das Grundstück bearbeiteten sie mit Akkuschraubern. Die Barrikade ist mittlerweile auf vier Meter gewachsen, teilweise verstärkt mit Stahlplatten und Stacheldraht. Es wirkt eher wie eine Festung als ein Ort, an dem Menschen wohnen. Auf einem Aufkleber neben dem Eingang steht an der Wand „Ab hier keine Bullen“.

In den sozialen Netzwerken, aber auch stadtweit auf Aufklebern sind in diesen Tagen immer wieder zwei Worte zu lesen: „Köpi bleibt“. Zudem rufen Unterstützer zu dezentralen Aktionen im Vorfeld der Räumung auf. Wie ernst es den Unterstützern des „Köpi-Wagenplatzes“ ist, zeigte sich schon am Sonnabend. Bei einer Demonstration gegen die Räumung des Wagenplatzes kam es zu 24 vorübergehenden Festnahmen wegen Delikten wie Landfriedensbruch, Sachbeschädigung oder auch Widerstand gegen Polizeibeamte. Am Mittwochmorgen beschädigten Unbekannte am Bürgeramt in Mitte die Verglasung der Eingangstüren und sprühten den Spruch „Köpi bleibt“ ans Gebäude. Der Staatsschutz ermittelt.

Rund 2000 Polizisten im Einsatz

2.10 Uhr: Rund 2000 Polizisten sind im Einsatz, darunter viele aus anderen Bundesländern, etwa Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Auch die Bundespolizei wird vor Ort sein. Sie leisten Amtshilfe, damit die Gerichtsvollzieher das Räumungsurteil aus dem Juni vollstrecken können und beobachten das stadtweite Geschehen. Die Einsatzstärke erinnert an die Räumung der „Liebig 34“ vor rund einem Jahr – damals waren 2500 Polizisten im Einsatz. „Wir rechnen mit einem komplexen Einsatz, der viele Unwägbarkeiten beinhaltet“, sagt eine Polizeisprecherin der Berliner Morgenpost.

Gegend rund um den Köpi-Wagenplatz ist Sicherheitszone

2 Uhr: Seit Donnerstag ist die Gegend rund um den „Köpi-Wagenplatz“ eine Sicherheitszone. Versammlungen und Aufzüge sind nicht gestattet. Autos, Fahrräder, Motorräder und Müllcontainer dürfen dort nicht mehr stehen. Lediglich Anwohner und deren Besucher werden nach Kontrollen durchgelassen. Doch die linksradikalen Unterstützer haben bereits angekündigt, ihrem Unmut Luft machen zu wollen.

„Köpi-Platz“ ist eines der letzten verbliebenen Symbolprojekte

1.30 Uhr: Das linksalternative Bauwagencamp „Köpi-Platz“ in Berlin-Mitte soll am Freitagvormittag geräumt werden. Die linke Szene spricht vom „Tag X“. Für sie geht es um nicht weniger als eines der letzten verbliebenen Symbolprojekte in Berlin, das weit über die Hauptstadt hinaus bekannt ist. Rund 30 Menschen leben hier nach Angaben einer Frau, die als Sprecherin der Bewohner auftritt.

Das Recht haben sie nicht auf ihrer Seite. Am Mittwoch scheiterten sie mit dem Versuch, die geplante Zwangsräumung kurzfristig gerichtlich stoppen zu lassen. Das Berliner Kammergericht wies einen entsprechenden Eilantrag zurück. Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Paul Fresdorf, spricht von einem wichtigen Signal, das zeige, dass der Rechtsstaat nicht vor den Linksautonomen in die Knie gehe.

Das Kammergericht bestätigte mit seinem Beschluss eine Entscheidung des Landgerichts von Mitte Juni, mit der das Gericht der Räumungsklage der Grundstückseigentümerin, der Startezia GmbH, stattgegeben hatte. Betroffen von dem Urteil ist das benachbarte Grundstück des Altbaukomplexes „Köpi“ mit der Hausnummer 137. Dort stehen alte Bauwagen zwischen Bäumen, Gerümpel und Müll.

Die Geschichte der Besetzung reicht in das Jahr 1990 zurück. Damals hatten Autonome das leerstehende Haus an der Köpenicker Straße besetzt. Weder die Ost-Berliner Kommunale Wohnungsverwaltung noch die Polizei gingen gegen die Hausbesetzer vor. Im Sommer 1991 schlossen die damaligen Bewohnerinnen und Bewohner dann Vorverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft Berlin Mitte mbH ab und legalisierten die Besetzung des Hauses. Seither stand das Projekt immer wieder zum Verkauf, wodurch die Bewohner Räumungen befürchteten. Trotz Zwangsversteigerungen blieben die Menschen aber auf dem Gelände.

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( jp )