Autofreie Friedrichstraße

„Flaniermeile Friedrichstraße“: Passantenbefragung startet

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Julian Würzer
Mit einem Fragebogen zur „Flaniermeile Friedrichstraße“ will das Bezirksamt Kenntnisse zum Nutzungsverhalten gewinnen.

Mit einem Fragebogen zur „Flaniermeile Friedrichstraße“ will das Bezirksamt Kenntnisse zum Nutzungsverhalten gewinnen.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Besucherinnen und Besucher der Friedrichstraße können in den kommenden Wochen einen Fragebogen mit zwölf Fragen beantworten.

Berlin. Seit Ende August 2020 ist ein Abschnitt der Friedrichstraße autofrei. An diesem Mittwoch ist eine Befragung von Passantinnen und Passanten zu dem Verkehrsversuch gestartet. Wie das Bezirksamt Mitte mitteilte, sollen Kenntnisse zum Nutzungsverhalten und zur Wahrnehmung der „Flaniermeile Friedrichstraße“ gewonnen werden. Die erste Befragungsrunde dauert bis zum 6. Juni. Anschließend soll es zwei weitere Befragungen geben, eine voraussichtlich zwischen Ende Juni bis Mitte Juli und eine Anfang September. Die Ergebnisse sollen im Anschluss evaluiert werden.

Weiteren Angaben des Bezirksamts zufolge soll die Umfrage für Besucherinnen und Besucher etwa zehn Minuten dauern. Dazu sollen sie einen Fragebogen mit zwölf Fragen ausfüllen. Etwa wie ihnen die „Flaniermeile Friedrichstraße“ gefällt und ob sie eine dauerhafte Verkehrsberuhigung begrüßen würden.

Befragung auf der autofreien Friedrichstraße soll anonym erfolgen

Zudem können Passantinnen und Passanten bewerten, wie ihnen das Angebot im Hinblick auf Gastronomie und Handel gefällt. Abschließend sollen sie Angaben zu Alter, Geschlecht und Wohnort machen. Abgesehen von diesen personenbezogenen Daten erfolgt die Befragung laut Bezirksamt anonym. Durchgeführt wird die Umfrage von Honorarkräften unter Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

„Flaniermeile Friedrichstraße“ kostet bislang rund eine Millionen Euro

Zuletzt legte die Senatsverkehrsverwaltung erstmalig Zahlen zu den Kosten des Verkehrsversuchs, auf dem 500 Meter langen Abschnitt zwischen Leipziger und Französischer Straße vor. Wie berichtet, belaufen sich die Kosten während der ersten Projektphase bis zum 31. Januar auf 1.076.100 Euro. Das geht aus einer Antwort des obersten Verkehrsplaners Hartmut Reupke an den Bund der Steuerzahler hervor. Der Berliner Landesvorsitzender Alexander Kraus hatte die Senatsverkehrsverwaltung danach gefragt.

Weitere Kosten werden dazukommen, da der Berliner Senat und der Bezirk Mitte eine Verlängerung des Projekts „Flaniermeile Friedrichstraße“ bis Ende Oktober dieses Jahres beschlossen haben. So sollen weitere Daten etwa zum Verkehrsaufkommen, der Luftqualität und dem Lärmpegel gesammelt werden.