Coronavirus

Robert Koch-Institut startet Corona-Studie in Mitte

Die Untersuchungen sollen Daten zur Verbreitung von Antikörpern liefern. Ergebnisse gibt es frühestens im Januar 2021.

Neues Corona-Konzept kommt erst in der kommenden Woche

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für die kommende Woche ein längerfristig geltendes Corona-Konzept angekündigt. Am Mittwoch kommender Woche sollten die Beschlüsse auf den Weg gebracht werden, kündigte Merkel nach stundenlangen Beratungen mit den Ministerpräsidenten an.

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Berlin. Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts (RKI) untersuchen im Bezirk Mitte die Verbreitung des Coronavirus innerhalb der Bevölkerung. Rund 2000 Menschen sollen dafür zwischen dem 17. November und dem 5. Dezember getestet und befragt werden. Der Bezirk ist einer von vier Schwerpunkten der Studie „Corona Monitoring lokal“.

Die Studie ist wichtig, um das Coronavirus besser zu verstehen“, sagte Osamah Hamouda, Leiter der Abteilung für Infektionsepidemiologie beim RKI. Ziel der Untersuchung sei es herauszufinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das Virus gebildet haben. Zudem sollen die gesammelten Daten Erkenntnisse liefern, wie hoch der Anteil an Infektionen ohne Symptome liegt.

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Der Bezirk Mitte eigne sich besonders für die Studie, da das Infektionsgeschehen dort sehr dynamisch sei. Mitte gehört zu den Regionen mit den höchsten Infektionszahlen bezogen auf die Zahl der dort lebenden Menschen. Allein in der vergangenen Wochen hatte es 350 neue Fälle auf 100.000 Einwohner gegeben. „Für uns ist das wertvoll, weil mehr Antikörper in der Bevölkerung vorhanden sind“, sagte die Leiterin der Studie, Claudia Santos-Hövener.

Die Teilnehmer werden stichprobenartig vom RKI angeschrieben und können dann einen Termin zur Testung ausmachen. Die Ergebnisse der Studie sollen frühestens Ende Januar vorgestellt werden.