Straßenverkehr

Invalidenstraße: Arbeiten für Poller-Radweg beginnen

Bis Mitte Dezember soll an der Invalidenstraße ein mit Pollern geschützter Radweg entstehen. Statt Parkplätzen kommen bald Lieferzonen.

An der Invalidenstraße haben die Arbeiten für den neuen geschützten Radweg begonnen.

An der Invalidenstraße haben die Arbeiten für den neuen geschützten Radweg begonnen.

Foto: Christian Latz / BM

Berlin. Die Arbeiten für den neuen Radweg an der Invalidenstraße in Mitte haben am Montag begonnen. Seit dem Morgen brachten Straßenarbeiter die Farbe für den Radstreifen zunächst in westlicher Fahrtrichtung zwischen Brunnenstraße und Ackerstraße auf die Fahrbahn. In den kommenden Wochen soll die Invalidenstraße auf dem Abschnitt zwischen Brunnenstraße und Gärtnerstraße durchgehend einen 2,35 Meter breiten Radweg erhalten, wie der Bezirk Mitte mitteilte. „Zum Schutz der Radfahrenden werden im Anschluss zusätzlich Poller auf die Markierungslinienaufgedübelt.“ Geplant sei demnach, die Arbeiten bis zum 11. Dezember abzuschließen, sollte das Wetter den Fortgang nicht behindern.

Invalidenstraße: Lieferzonen ersetzen Parkplätze

Für den neuen Radweg müssen auf dem 400 Meter langen Straßenzug insgesamt rund 70 Parkplätze am Fahrbahnrand weichen. Weitere Stellplätze fallen an der Ackerstraße weg. Dort richtet der Bezirk südlich der Invalidenstraße eine 30 Meter lange Lieferzone ein. An der Elisabethkirchstraße nördlich der Invalidenstraße ordnet der Bezirk eine weitere, 11,50 Meter lange Lieferzone an.

Tödlicher SUV-Unfall an der Invalidenstraße löste Debatte um Verkehrssicherheit aus

Der nun entstehende Radweg ist eine weitere Verkehrssicherungsmaßnahme, die aus den Anwohnerprotesten nach dem SUV-Unfall an der Invalidenstraße vor mehr als einem Jahr resultiert. Anfang September 2019 war der Fahrer eines SUV ungebremst in eine Gruppe Passanten gerast, die an der Invalidenstraße Ecke Ackerstraße an der Ampel gewartet hatten. Vier Fußgänger kamen dabei ums Leben, darunter ein vierjähriger Junge, der in der Nachbarschaft wohnte.

Im Anschluss forderten Anwohner und Verkehrsverbände, die Straße umzugestalten und sicherer zu machen. Senat und Bezirk sagten schnell Besserungen zu. So wurde bereits im vergangenen Herbst Tempo 30 angeordnet. Nun folgt der seither angekündigte Radweg. Einen Anfangs versprochenes Projekt zur Erstellung eines Modelkiezes für zusätzliche Verkehrssicherheit, wurde von der Senatsverkehrsverwaltung und dem Bezirk Mitte jedoch abgesagt.