Berlin-Besuch

Star-Trek-Fans können sich auf William Shatner freuen

William Shatner kommt in den Admiralspalast. Captain Kirk steht seinen Fans bei seinem Berlin-Besuch für Fragen zur Verfügung.

William Shatner alias Captain Kirk (links) wurde neben Patrick Stewart als Jean-Luc Picard in der Serie „Raumschiff Enterprise“ berühmt.

William Shatner alias Captain Kirk (links) wurde neben Patrick Stewart als Jean-Luc Picard in der Serie „Raumschiff Enterprise“ berühmt.

Foto: dpa Picture-Alliance / 91050/United_Archives/TopFoto

Berlin. Für Star-Trek-Fans dürfte der Donnerstagabend ein ganz besonderer werden: William Shatner, besser bekannt als Captain Kirk in der Serie „Raumschiff Enterprise“, besucht den Admiralspalast an der Friedrichstraße in Mitte.

Zunächst können Fans dort mit ihm zusammen den Filmklassiker „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ aus dem Jahr 1982 auf der Leinwand schauen. Anschließend will der 88-Jährige dem Publikum Antworten auf deren Fragen geben. In einem moderierten Gespräch wird Shatner auch über sein Leben als Filmstar sowie seinen Werdegang reden.

Trotz Coronavirus: Abend mit Captain Kirk soll auf jeden Fall stattfinden

Und die gute Nachricht für die Star-Trek-Fans, oder auch Trekkies genannt, gleich vorweg: Nach Angaben des Veranstalters wird der Abend mit Captain Kirk trotz der Ausbreitung des Coronavirus in der Stadt stattfinden. Zu diesem Thema schrieb William Shatner ohnehin erst am Sonntag auf seinem Twitter-Account: „Normalerweise schüttle ich keine Hände, manchmal gebe ich aber eine Faust.“ Also mit wenig Körperkontakt zu anderen Menschen wird Captain Kirk sich dann am Donnerstag von Scotty auf die Bühne beamen lassen.

Bei Star-Trek-Veranstaltungen in der ganzen Welt ist der 88-Jährige noch immer ein gerngesehener Gast, und er zeigt sich auch kein bisschen müde. Angesprochen darauf, sagte Shatner erst kürzlich in einem Interview, dass er das Leben des Showgeschäfts lebe. Er sei an so vielen Plätzen gebucht, er könne es sich gar nicht leisten zu sterben. Eine Rückkehr als Captain Kirk auf die Leinwand schließt der Schauspieler indes aus. Darauf angesprochen, antwortete Shatner: „Ich denke, Kirks Story ist so ziemlich auserzählt“.

Shatners Schauspiel-Kollege Patrick Stewart hingegen ist seit Januar 2020 wieder als Jean-Luc Picard in der Serie „Star Trek: Picard“ zu sehen. Die Serie läuft in Deutschland auf Prime-Video. Aber Picard ist eben nicht Captain Kirk. Der ist ohnehin bereits 1994 den Serientod in „Star-Trek: Treffen der Generationen“ gestorben. Zwei Jahre später weckte Shatner sein alter Ego aber als Buchautor wieder zum Leben.

Shatner veröffentlicht neues Musikalbum

Shatner machte im Laufe seiner Karriere nicht nur als Captain Kirk auf sich aufmerksam. In den vergangenen 50 Jahren trat er als Schauspieler, Regisseur, Produzent, Schriftsteller und Musiker in Erscheinung – manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich. Neben seiner Rolle in „Raumschiff Enterprise“ wurde der Schauspieler als Denny Crane in der Anwaltsserie „Boston Legal“ oder als T.J. Hooker in der gleichnamigen Polizeiserie bekannt.

Außerdem erscheint in Kürze Shatners siebtes Musikalbum. Nachdem er vor zwei Jahren das Album „Shatner Claus“ veröffentlichte, kehr er nun wieder zur Blues-Musik zurück so wie Ende der 90er Jahre.

Der Weltraum lässt Shatner allerdings nie so ganz los. Deshalb veröffentlichte er auch 2011 das Album „Seeking Major Tom“, in dem er zahlreiche Songs mit entsprechendem Bezug coverte, etwa „Rocket Man“ von Elton John oder „Space Oddity“ von David Bowie. Im April 2014 wurde Shatner von der NASA mit der höchsten Ehrung der Raumfahrtbehörde für ein Nicht-Mitglied der Regierung ausgezeichnet. Die NASA begründete die Auszeichnung damit, dass Shatner Forscher weltweit inspiriert und die Missionen der Weltraumorganisation immer unterstützt habe.

Nach Scheidung: Shatner darf Pferde-Sperma behalten

Im vergangenen Jahr machte Shatner aber nicht nur Schlagzeilen als Tausendsassa im Showgeschäft. 2019 trennte sich der Schauspieler nach 18 gemeinsamen Jahren von seiner Frau. Das berichtete zunächst eine US-Zeitschrift unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Der kanadische Schauspieler hatte die mehr als 20 Jahre jüngere Elizabeth Martin im Jahr 2001 geheiratet. Laut „TMZ.com“ soll Shatner in dem Antrag als Trennungsdatum den 1. Februar 2019 angegeben haben.

Aus seiner 1969 geschiedenen ersten Ehe mit der kanadischen Schauspielerin Gloria Rand hat Shatner drei Töchter. Seine zweite Ehe mit Marcy Lafferty, die in „Star Trek: Der Film“ (1979) mitspielte, ging 1996 auseinander. Die dritte Ehe endete 1999 mit dem tragischen Tod seiner Frau Nerine Kidd. Sie war tot im gemeinsamen Swimmingpool aufgefunden worden. Als Ursache wurde damals Ertrinken nach dem Genuss von Alkohol und der Einnahme von Tabletten angegeben. Die Polizei schloss ein Fremdverschulden aus.

Die Scheidung von Shatner und seiner vierten Ehefrau wird derzeit noch gerichtlich verhandelt. Allerdings meldete die „New York Times“ vor wenigen Tagen, dass der 88-Jährige die Familienvilla in einem Vorort von Los Angeles, seine Ranch in Nordkalifornien und zwei der Familienpferde behalten darf. Äußerst kurios dabei ist: Shatner bekommt auch den Vorrat an Pferde-Sperma, damit er weitere Pferde züchten kann. Dass er ein Pferdenarr ist, zeigte Shatner bereits 2010 bei den Weltreiterspielen in Lexington, Kentucky. Damals fuhr er mit einer kleinen Kutsche ein und lieferte sich mit Jean-Luc Picard-Darsteller Patrick Stewart ein Wettrennen.

Mittlerweile fliegt der 88-Jährige zwar nicht mehr durchs All, sondern über die Bühnen. Er ist oft zu Auftritten unterwegs, bei denen er meist eine besondere Nähe zu den Fans herstellt – wie jetzt am Donnerstag wohl auch in Berlin.

Admiralspalast, Friedrichstraße 101, Mitte. Donnerstag, 12. März, 19.30 Uhr.