Architektur

Umweltministerium bekommt einen Neubau in Mitte

Das Umweltministerium bekommt einen Neubau an der Niederkirchnerstraße in Mitte. Ein Wettbewerb erbrachte gleich zwei Siegerentwürfe.

Entwurfsansicht der mit einem 1. Preis ausgezeichneten Büros C. F. Møller Architects, Aarhus und C. F. Møller Landscape, Aarhus für die Erweiterung des Bundesumweltministeriums in Berlin.

Entwurfsansicht der mit einem 1. Preis ausgezeichneten Büros C. F. Møller Architects, Aarhus und C. F. Møller Landscape, Aarhus für die Erweiterung des Bundesumweltministeriums in Berlin.

Foto:  C. F. Møller Architects, Aarhus und C. F. Møller Landscape, Aarhus

Berlin. Bisher wurde die städtebauliche Lücke direkt neben dem Berliner Abgeordnetenhaus in der Niederkirchnerstraße in Mitte lediglich als Parkplatz genutzt. Damit soll bald Schluss sein. Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) am Dienstag mitteilte, soll dort der Verwaltungsneubau für das Bundesumweltministerium entstehen. Wie es aussehen soll, ist aber dennoch offen: Die Jury hat gleich zwei erste Preise vergeben.

Im Planungswettbewerb für das bundeseigene Grundstück zwischen Stresemann-, Erna-Berger- und Niederkirchnerstraße in Berlin-Mitte wurden die Büros JSWD Architekten aus Köln mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten aus Bonn sowie C. F. Møller Architects mit C. F. Møller Landscape aus Aarhus (Dänemark) für ihre Entwürfe mit jeweils einem ersten Preis ausgezeichnet. Der Wettbewerb für das südlich des Leipziger Platzes gelegene Grundstück umfasste sowohl die Gebäudeplanung als auch die Gestaltung der Außenanlagen.

Neubau mit Platz für Büros, Kantine, Konferenz- und Medienzentrum

Für den Verwaltungsneubau sind rund 29.600 Quadratmeter Nutzfläche für Büros, Kantine, Konferenzzentrum, ein Medien- und Informationszentrum für das BMU sowie für weitere Bundesministerien und auch das Abgeordnetenhaus von Berlin vorgesehen. Punktuell soll der Neubau an das 1916 errichtete, 2011 sanierte und ergänzte denkmalgeschützte Bestandsgebäude des Bundesumweltministeriums an der Stresemannstraße anschließen, um eine direkte Wegeverbindung zu ermöglichen.

Preisgericht konnte sich nicht entscheiden

„Die unterschiedlichen Konzepte und die hohe Qualität der eingereichten Entwürfe haben dem Preisgericht die Entscheidung nicht leicht gemacht“, betonte die Juryvorsitzende Professor Anett-Maud Joppien. Die Ergebnisse würden nun im Rahmen des folgenden Verhandlungsverfahrens abschließend beurteilt mit dem Ziel, einen der beiden Preisträger mit dem Erweiterungsbau zu beauftragen, so Joppien weiter.