Online-Umfrage

Was die Berliner zum Fernsehturm zieht

Senat und Bezirksamt haben eine Online-Befragung gestartet. Bis 17. November können sich Anwohner zu dem 18 Hektar großen Areal äußern.

Der Fernsehturm Berlin feierte kürzlich seinen 50. Geburtstag.

Der Fernsehturm Berlin feierte kürzlich seinen 50. Geburtstag.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Das Gebiet rings um den Fernsehturm am Alexanderplatz ist einer der bekanntesten Orte in der Berliner Innenstadt. Rotes Rathaus, Marienkirche, Neptunbrunnen, die Wasserkaskaden am Turm und das Marx-Engels-Forum ziehen viele Besucher an. Wie sollen die Freiflächen zwischen diesen Sehenswürdigkeiten künftig aussehen? Über diese Frage wird seit 2015 kontrovers diskutiert.

Nun haben die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Bezirksamt Mitte eine Online-Befragung begonnen. Bis zum 17. November 2019 können Interessierte – Anwohner wie Besucher dieses Areals – ihre Anregungen und Wünsche zur Gestaltung einbringen. Sie zeigt das Gebiet auf einer Karte. Es wird eingegrenzt von Karl-Liebknecht-Straße, Gontardstraße, Rathausstraße und der Spree.

Fernsehturm Berlin - Wie oft und wie kommen die Besucher zum Platz

Und das interessiert die Behörden: Wie oft kommt der Besucher zum Gebiet am Fernsehturm? Wie lange bleibt er dort? Kommt er zu Fuß, mit dem Fahrrad, E-Roller, mit der BVG, dem Fernbus, Zug oder mit dem Auto?

Ein weiterer Aspekt der Befragung – was bedeutet die Gegend um den Fernsehturm für den Einzelnen? Fühlt er sich hier zu Hause? Gefällt ihm der Ort? Mag er die Cafés, die Sehenswürdigkeiten, die Grünflächen, die Einkaufsmöglichkeiten?

Dritter Schwerpunkt ist die Frage, wie sich Besucher auf dem Platz zurechtfinden. Ob sie ohne Hilfsmittel auskommen oder andere nach dem Weg fragen, nach Hinweisschildern suchen, das Smartphone oder den Stadtplan zu Rate ziehen oder sich an Sehenswürdigkeiten orientieren.

Fernsehturm Berlin: Senat will Wettbewerb ausloben

Die Ergebnisse der Befragung werden in den Wettbewerb für die Freiraumplanung einfließen. Seit mehr als vier Jahren fragt der Senat Anwohner und Interessierte über das Gebiet an Rathausforum und Marx-Engels-Forum. Im April 2015 startete der Bürgerdialog „Alte Mitte – neue Liebe“.

Fazit des Dialogs: Das Gebiet soll öffentlicher Freiraum bleiben. Bleiben sollen auch die Sichtbeziehungen. Die Grünflächen sollen aufgewertet und gepflegt, ihr Anteil nicht verringert werden. Etwa 18 Hektar groß ist die Fläche.

Im Bürgerdialog hatte sich eine Mehrheit dafür ausgesprochen, dass ein „Ort für alle“ entsteht, der frei von Kommerzialisierung bleibt und Platz bietet für kulturelle Aktivitäten und politische Auseinandersetzungen. Die so genannten Bürgerleitlinien sind im Sommer 2016 vom Abgeordnetenhaus beschlossen worden. Alle Fraktionen stimmten zu.

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Ohne Fernsehturm wäre Berlin nicht Berlin

Hier finden Sie die Online-Befragung