Mall of Berlin

Feier und verkaufsoffener Sonntag zum fünften Geburtstag

Die Mall of Berlin wird fünf Jahre alt. Wie viele weitere Geschäfte öffnet sie auch am verkaufsoffenen Sonntag.

Geburtstagsfeier der Mall of Berlin

Geburtstagsfeier der Mall of Berlin

Foto: Christian Latz / BM

Mit Geburtstagstorte und Konfettiregen startete am Freitagmorgen die Feier zum fünften Geburtstag der Mall of Berlin. Das Shopping-Center wurde im September 2014 eröffnet. Mit ihm sollte damals eine städtebauliche Lücke entlang der Leipziger Straße zwischen Potsdamer Platz und Friedrichstraße geschlossen werden. Auf 76.000 Quadratmetern befinden sich rund 300 Geschäfte. Mittlerweile wird sie laut Eigentümer HGHI jährlich von rund 22 Millionen Menschen besucht. Zum Komplex gehören außerdem Wohnungen, Büros, Gastronomie und ein Hotel. Jedoch gilt das Shopping-Center aus städtebaulicher Sicht bis heute als umstritten.

Riesentorte und Gutscheine für die Besucher

Am Freitag, fünf Jahre nach der Eröffnung verteilte ein gut gelaunter Harald Huth, Inhaber und Geschäftsführer des Eigentümers HGHI dennoch Stücke der rund einen Meter großen Schokotorte an die gut hundert Besucher in der Piazza des Centers. Die Geburtstagsfeier des Einkaufszentrums soll das ganze Wochenende über dauern, erklärte Betreiber HGHI. Am Sonnabend tritt unter anderem der Magier Farid auf, der durch verschiedene Fernsehshows bekannt wurde und in der glasüberdachten Piazza Zaubertricks zum Besten gibt. Und im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags am 8. September anlässlich der Internationalen Funkausstellung IFA öffnet die Mall of Berlin in dieser Woche auch am siebten Tag von 13 bis 18 Uhr.

Damit reiht sich die Mall ein in eine lange Liste vieler weiterer Einkaufszentren und Geschäfte in Berlin, die am Sonntag ihre Türen öffnen werden. Laut einer Zusammenstellung des Handelsverbands Berlin-Brandenburg und Angaben der Händler im Internet nehmen neben der Mall of Berlin unter anderem das Alexa Berlin am Alexanderplatz in Mitte, das Boulevard Berlin in Steglitz und der Clou am Kurt-Schumacher-Platz in Wedding teil. Auch Kaufhäuser wie das KaDeWe (Schöneberg), die Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof im Linden-Center, an der Wilmersdorfer Straße und an der Schloßstraße in Steglitz, sowie die Galeries Lafayette an der Friedrichstraße öffnen von 13 bis 18 Uhr ihre Türen. Daneben beteiligen sich zahlreiche Elektronik- und Baumärkte sowie Möbelhäuser am Sonntagsverkauf. Dazu gehören unter anderem Filialen von Media Markt, Saturn und Medimax, Möbel Hübner, Möbel Höffner in Schöneberg und an der Landsberger Allee (12 bis 18 Uhr, Beratung und Verkauf ab 13 Uhr). Ikea öffnet seine Häuser in Tempelhof, Lichtenberg und Spandau, auch Poco Domäne nimmt mit den drei Berliner Standorten in Adlershof, Marzahn und Wedding teil. Ebenfalls haben alle Filialen von Rahaus von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Ladenöffnung zur IFA stand vor Gericht auf der Kippe

Auch Supermärkte machen bei der Sonderöffnung mit: Filialen von Kaufland sind ebenso vertreten wie von Real, Rewe, Netto, Lidl und Denn’s Biomarkt. Aber Achtung: Nicht jede Filiale beteiligt sich am verkaufsoffenen Sonntag. Neben den Einkaufszentren und großen Handelsketten nehmen mittlerweile auch immer mehr kleine Geschäfte an den verkaufsoffenen Sonntagen in Berlin teil. Kaum ein Einzelhändler kann sich den zusätzlichen Umsatz an diesen Tagen entgehen lassen.

Die außerplanmäßige Ladenöffnung an diesem Sonntag stand zeitweise auf der Kippe. Das Berliner Verwaltungs­gericht hatte Anfang Juli auf Antrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die verkaufsoffenen Sonntage aus Anlass des lesbisch-schwulen Stadtfestes am 21. Juli, der „Finals – Berlin 2019“ am 4. August und der Funkausstellung am 8. September zwischenzeitlich gestoppt. Die Veranstaltungen fänden im Wesentlichen örtlich begrenzt statt und zögen nicht berlinweit einen Besucherstrom an, hieß es. Damit würden sie nicht die Voraussetzungen für die streng reglementierten Ausnahmen vom Ladenöffnungsgesetz erfüllen.

Dem widersprach jedoch Mitte Juli das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Laut dem Urteil der Verwaltungsrichter sei ein öffentliches Interesse an einer Öffnung für das lesbisch-schwule Stadtfest wie auch anlässlich der IFA an diesem Sonntag gegeben.