Karl-Marx-Allee

Unwetter verursacht Wasserschaden im Rathaus Mitte

Zum wiederholten Mal hinterlässt ein Unwetter seine Spuren im Rathaus Mitte an der Karl-Marx-Allee.

Nach dem Wassereinbruch hat sich der Holzboden im Rathaus Mitte gewellt.

Nach dem Wassereinbruch hat sich der Holzboden im Rathaus Mitte gewellt.

Foto: Taylan Kurt

Berlin. Das Unwetter, das vergangenen Freitag über Berlin zog, hat auch im Rathaus Mitte seine Spuren hinterlassen. Durch den starken Regen lief Wasser im Verwaltungsgebäude an der Karl-Marx-Allee in Bächen von der Decke, schnell sammelte sich im Erdgeschoss eine metergroße Pfütze.

Die Folgen des Wassereinbruchs lassen sich auf Fotos des Bezirksverordneten Taylan Kurt (Grüne) bestaunen: Der frisch renovierte Parkettboden im Rathaus schlägt Wellen, an anderer Stelle ist er ganz aufgesprungen. Das Behördengebäude, so viel steht fest, ist wieder eine Baustelle. Schon wieder. Denn erst vor Kurzem konnten Gerüste und Absperrungen im Foyer und in der ersten Etage nach monatelangen Arbeiten abgebaut werden.

Wasserschäden haben in dem erst 1998 fertiggestellten Gebäude mittlerweile fast schon Tradition. Nach heftigen Regenfällen kam das Wasser bereits im vergangenen Jahr von der Decke. Auch im Juni dieses Jahres regnete es im Foyer bereits aus Lampen herunter. Zum Problem wurden dabei jeweils undichte Stellen in den durch das Hausinnere geführten Regen- und Abwasserleitungen, wie ein Sprecher des Eigentümers Union Investment Real Estate der „Berliner Woche“ auf Anfrage mitteilte.

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Rathaus Mitte: Es tropft nicht zum ersten Mal von der Decke

Auch dieses Mal sollen undichte Abwasserrohre in der Zwischendecke für den Wassereinbruch gesorgt haben, bestätigte Mittes für Facility Management zuständiger Stadtrat Carsten Spallek (CDU). Der Bezirk Mitte selbst trägt für den Schaden keine Verantwortung, er ist nur Mieter. Und das wohl noch bis zum Jahr 2028. Dann plant das Bezirksamt den Bezug seines neuen Rathausbaus am Haus der Statistik.