Hauptbahnhof Berlin

Zeichen für Toleranz: Bahn hisst die Regenbogenfahne

Als Zeichen der Pluralität wurde am Hauptbahnhof die Regenbogenfahne gehisst. Der Christopher-Street-Day ist Abschluss der Pride Week.

DB-Chef Richard Lutz (r) und DB-Personalvorstand Martin Seiler hissen anlässlich der Pride Week die Regenbogenflagge

DB-Chef Richard Lutz (r) und DB-Personalvorstand Martin Seiler hissen anlässlich der Pride Week die Regenbogenflagge

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Die Regenbogenfarben – Zeichen für Toleranz und Akzeptanz – leuchten am Berliner Hauptbahnhof. Zur Pride Week, die am Freitag beginnt, haben Bahnchef Richard Lutz und Bahn-Personalvorstand Martin Seiler am Dienstag dort die bunte Flagge gehisst. „Wir wollen damit zeigen: Die DB ist bunt – und wir sind überzeugt, dass diese Vielfalt uns hilft, die Bahn stark zu machen“, sagte Lutz. Das Symbol der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Menschen wird zwei Wochen lang in Berlin wehen.

Konzern ist mit eigenen Wagen bei vier Paraden vertreten

Mit der Aktion will das Unternehmen Haltung zeigen. „Wir als Unternehmen leben genauso wie unsere Gesellschaft von einem guten, respektvollen Miteinander: Wertschätzung statt Diskriminierung, Toleranz und Integration statt Ausgrenzung, Pluralität statt Engstirnigkeit – dafür hat sich die LGBT-Bewegung in den letzten 50 Jahren eingesetzt – und dazu bekennt sich auch die Deutsche Bahn“, so Lutz. Außerdem beteiligt sich die Bahn in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Wagen an vier Christopher-Street-Day-Paraden.

Ebenfalls seit Dienstag leuchten auf über 1000 Flächen Werbefotos der Bündniskampagne „Proud to be trans – Proud to be myself“. Damit wollen die Mitglieder des Bündnisses gegen Homophobie einen Beitrag für die Akzeptanz und Sichtbarkeit von transsexuellen Personen in Berlin leisten. „Der Mensch ist vielfältig und niemand braucht sich verstecken“ – diesen Gedanken will die Kampagne transportieren.

Am Sonnabend, dem 27. Juli, findet der Christopher-Street-Day (CSD) zum 41. Mal in Berlin statt. Motto: „Stonewall 50 – Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme!“ Es ist ein Festtag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern, die für ihre Rechte und gegen Diskriminierung demonstrieren. Die Beteiligten wollen zeigen, dass sie stolz auf sich und ihre sexuelle Identität sind. Daher kommt die Bezeichnung „Gay Pride“. Zum Programm der Pride Week gehört Europas größtes Stadtfest der Lesben und Schwulen. Vom 20. bis 21. Juli findet es am Nollendorfplatz statt – mit Konzerten, Kultur- und Beratungsangeboten.

Highlight und bereits ein Klassiker ist die Promi-Talkshow „Das rote wilde Sofa“. In diesem Jahr interviewt Gerhard Hoffmann unter anderem den Bundesvorsitzenden der Jusos, Kevin Kühnert. Traditionell zur Pride Week wird am 25. Juli auch auf dem Pride-Festival-Boat auf der Spree gefeiert. Das diesjährige Motto lautet: „Liebe ist Liebe – Feiert die Vielfalt!“ Zum musikalischen Programm gehören Lieder aus der House-Szene und Sommersongs.

Höhepunkt der Pride Week ist der Christopher Street Day am 27. Juli mit der offiziellen Closing-Party. Der CSD startet um 12 Uhr am Kurfürstendamm. Mit bunt geschmückten Wagen ziehen die Teilnehmer 6,43 Kilometer weit zum Brandenburger Tor, wo die Abschlusskundgebung stattfindet. Anschließend wird noch bei musikalischer Begleitung bis Mitternacht gefeiert. Die Veranstalter rechnen mit über einer Million Besuchern.