Wegen Personalmangel

Bezirk Mitte lässt 500.000 Euro für Spielplätze verfallen

Der Bezirk Mitte kann für die Spielplatzsanierung zur Verfügung gestellte Mittel nicht voll abrufen. Schuld ist fehlendes Personal.

Der Bezirk Mitte lässt Geld für die Spielplatzsanierung verfallen (Symbolbild).

Der Bezirk Mitte lässt Geld für die Spielplatzsanierung verfallen (Symbolbild).

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin.  Der Bezirk Mitte nutzt einen großen Teil der vom Land Berlin für Spielplatzsanierungen zur Verfügung gestellten Gelder nicht und lässt sie damit verfallen. Das geht aus der Antwort der Jugendstadträtin Ramona Reiser (Linke) auf eine Anfrage der AfD hervor.

Demnach standen dem Bezirk aus dem Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm eigentlich Mittel in Höhe von 2,47 Millionen Euro zur Verfügung. 516.000 Euro davon hat der Bezirk jedoch an das Land zurückgegeben. So wurden zwar rund 765.000 Euro zur Sanierung von Kitas und 1,19 Millionen Euro für die Herrichtung von Spielplätzen eingeplant. Die restliche Summe habe der Bezirk jedoch nicht verbraucht.

Nicht genug Mitarbeiter um Maßnahmen umzusetzen

Als Grund nennt Reiser fehlende Mitarbeiter: „Durch die sehr hohe Summe für die Sanierung von Spielplätzen und wegen des geringen Personalbestands des Straßen- und Grünflächenamts können seitens des SGA nicht genügend Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.“ Die Mittel müssten zudem noch in diesem Jahr verplant werden.

Durch die großen Investitionen in Spielplätze seien zudem Firmen, die Spielplätze oder Spielgeräte bauen, „sehr stark ausgelastet“. Da sich häufig kein Anbieter bewerbe, müssten Ausschreibungen wiederholt werden.

Mittes Pech könnte das Glück anderer Bezirke sein. Denn die Mittel werden nun für Projekte in anderen Bezirken verwendet.

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