Musik

Rammstein: Video-Premiere an Straßenecke in Mitte

Rammstein stellt am Donnerstagabend neues Video zum Song „Radio“ vor. Das Video wird ohne Ton an eine Wand an der Torstraße projiziert.

Das neue Rammsteinvideo feiert Premiere an der Straßenecke in Mitte.

Das neue Rammsteinvideo feiert Premiere an der Straßenecke in Mitte.

Foto: Axel Heimken / dpa

Berlin. Einen Monat vor Beginn ihrer großen Europa-Tournee veröffentlicht die deutsche Rock-Band Rammstein am Donnerstag ihren neuen Song „Radio“. Doch wer Rammstein kennt, der weiß: Der neue Song wird nicht einfach so im Radio laufen. Nein, die Berliner Rocker sind PR-Profis. Bei ihnen gilt: Mehr ist mehr.

Deshalb feiert das Video zu dem neuen Lied auch eine besondere Premiere: Es wird um 20.55 Uhr per Beamer an eine Hauswand in Mitte an der Torstraße Ecke Prenzlauer Allee projiziert – ohne Ton. Wer „Radio“ nicht nur sehen, sondern auch hören will, muss sein eigenes mitbringen und anschalten. Denn der Song läuft um 20:55 Uhr erstmals auf Radio Eins (Frequenz 95,8).

Mit einem Video sorgte Rammstein für Aufregung

Das Lied erscheint auf dem neuen Rammstein-Album (Veröffentlichungsdatum 17. Mai). „Radio“ ist bereits die zweite Auskopplung aus dem neuen Album. Zuvor hatte die Single „Deutschland“ für eine Welle der Empörung gesorgt. In dem Video provoziert Rammstein mit Anspielungen aus der Nazi-Zeit und auf Konzentrationslager - die Bandmitglieder hängen in KZ-Uniformen am Galgen. Bislang wurde das Video auf Youtube 39 Millionen Mal aufgerufen.

Die Reaktionen auf das Video waren groß: Es gab Entsetzen beim Zentralrat der Juden. Auch ein Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung äußerte sich. Die Band wurde daraufhin in die Gedenkstätte Dachau eingeladen. Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees: „Der Wert dieses Videos als künstlerische Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Deutschland als Vaterland liegt weit unter Null.“

Berlin-Konzerte der Band ausverkauft

Die Fans der Band können die Songs des neuen Albums auch bald live hören. Rammstein geht 2019 nämlich auf Tour. Die Begeisterung der Fans war riesig. Viele werden wohl auch kein Ticket bekommen haben. Als der Ticketverkauf Ende März startete, waren die Konzerte schnell ausverkauft. Sogar die Karten für das Zusatzkonzert in München waren in kürzester Zeit weg.

Ticketverkauf mit Problemen

Der Ticketverkäufer Eventim war von dem Fan-Ansturm überrascht worden. Das führte zu einem Rekord in der Firmengeschichte. Kurz nach dem Verkaufsstart wurden mehr als 800.000 Karten für eine Tournee bestellt. „Die Nachfrage überstieg das verfügbare Kartenkontingent um ein Vielfaches“, schrieb Eventim im März in einer Mitteilung. Sogar die Homepage brach teilweise zusammen - denn mehr als eine Million Fans waren permanent auf der Internetseite des Anbieters. Insgesamt gab es 80.000 Systemanfragen pro Sekunde.