Raubmord

Urteil rechtskräftig: Lebenslang nach Mord im Tiergarten

Nach dem Mord vor eineinhalb Jahren an Susanne Fontaine ist der Täter am Montag rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der Mörder von Susanne Fontaine

Der Mörder von Susanne Fontaine

Foto: Frank Lehmann

Berlin. Knapp eineinhalb Jahre nach dem Raubmord an der Kunsthistorikerin Susanne Fontaine im Berliner Tiergarten ist der junge Täter rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision des aus Tschetschenien stammenden Mannes als "offensichtlich unbegründet", wie am Montag in Karlsruhe mitgeteilt wurde.

Das Landgericht Berlin hatte den bei der Tat im September 2017 gerade 18 Jahre alten Mann wegen Mordes nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt - er sei einer erzieherischen Einflussnahme nicht mehr zugänglich. Dieses Urteil bestätigte nun der 5. Strafsenat des BGH mit Sitz in Leipzig. (Az. 5 StR 663/18)

Die arglose 60-Jährige war von hinten angegriffen und erwürgt worden, als sie spätabends nach einem Treffen mit Freundinnen in einer Gaststätte auf dem Weg zur Bushaltestelle war. Der Täter raubte ihr Smartphone und Kleingeld und floh, eine Woche später wurde er in Polen festgenommen. Der vorbestrafte Mann hatte keine Wohnung und sollte ursprünglich nach Russland abgeschoben werden. Das Verbrechen hatte deshalb eine erneute Debatte über dem Umgang mit ausländischen Kriminellen ausgelöst, die eigentlich ausreisen müssten.

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