Bundestagspolizei

Deutschlands kleinste Polizei bekommt neue Uniformen

Die 200 Beamten der Bundestagspolizei haben neue Arbeitskleidung. Vorbild sind die Uniformen der italienischen Carabinieri.

Che belli: Die Bundestagspolizei bekommt Uniformen

Die 200 Beamten der Bundestagspolizei haben neue Arbeitskleidung. Vorbild sind die Uniformen der italienischen Carabinieri.

Trés chic: Die Bundestagspolizei bekommt Uniformen

Beschreibung anzeigen

Berlin. Die kleinste Polizei Deutschlands hat am Dienstag neue Uniformen bekommen. Zur Polizei des Deutschen Bundestags gehören 200 Beamte. Der Bundestag selbst ist ein eigener Polizeibezirk, in dem der Bundestagspräsident das Hausrecht und die Polizeigewalt ausübt. Die Beamten sind für alle Gebäude, Räume und Grundstücke zuständig, die der Verwaltung des Bundestages unterstehen.

Bei der Beschaffung der neuen Uniformen bekam die kleineste Polizei Deutschlands allerdings Hilfe von der größten Polizei der Bundesrepublik: der Bundespolizei. Denn Ausschreibung und Beschaffung der etwa 1600 neuen Uniformteile wäre für die kleine Bundestagspolizei zu aufwändig und teuer gewesen. Für die Bundespolizei ist die Beschaffung der neuen Uniformen dagegen kein Problem.

Bundespolizeipräsident Dieter Romann wusste bei der Vorstellung der neuen Uniformen auch eine Anekdote zu erzählen. Dass es überhaupt neuen Uniformen geben werde, gehe nämlich noch auf einen Besuch des ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schily (SPD) in Italien zurück. Als er die schicken Uniformen der Carabinieri sah, habe er entschieden, dass auch die Bundespolizei (damals noch Bundesgrenzschutz) neue Uniformen brauche.

Der Bundestag hat jährlich etwa drei Millionen Besucher. Zu den Aufgaben der Bundestagspolizei gehört alles, was die Sicherheit und damit die Arbeitsfähigkeit des Parlaments angeht. Bislang hatten die 200 Beamte keine eigene Uniformen, sondern zivile Kleidung mit Polizeiabzeichen. Mit den neuen Uniformen sollen die Beamten klarer erkennbar sein. Als Hoheitsabzeichen ist auf den Uniformen der Bundesadler zu sehen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.