Soziales

Mobile Toiletten für Straßenstrich an der Kurfürstenstraße

Der Bezirk investiert 25.000 Euro in mobile Toiletten. Damit soll unter anderem die Sauberkeit im Kiez verbessert werden.

Prostitution Kurfürstenstraße

Prostitution Kurfürstenstraße

Foto: Reto Klar

Berlin. Der Bezirk Mitte will in diesem Jahr 25.000 Euro in mobile Toiletten längs des Straßenstrichs an der Kurfürstenstraße investieren. Damit sollen in einem ersten Schritt die Sauberkeit im Kiez und die hygienische Situation für Prostituierte verbessert werden, teilte Johannes Schneider, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am Mittwoch mit. Die mobilen Toiletten würden mittelfristig durch feste Standorte ersetzt. Darüber hinaus sollen bis 2019 rund 40.000 Euro in Ideen fließen, mit denen die Menschen auf dem Strich zum Abstandhalten zu Kinder- und Jugendeinrichtungen aufgerufen werden - zum Beispiel mit Piktogrammen.

Anwohner hatten sich wiederholt über eine Entwicklung zur Billigsex-Meile vor ihrer Haustür beschwert - samt Sex im Gebüsch oder in Hauseingängen vor den Augen von Kindern und Teenagern. Die Grünen im Bezirk sehen die Sexarbeiterinnen nicht primär als Schuldige. Sie seien genauso betroffen von fehlenden Rückzugsorten und fehlenden öffentlichen Toiletten sowie vom rücksichtslosen Verhalten ihrer Kundschaft. Viele lebten unter prekären Bedingungen und seien häufig wohnungslos. Auch sie bräuchten Hilfsangebote. Langfristig soll im Kiez ein Platz- und Konfliktmanagement greifen.

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