Humbolt-Forum

Abgeordnete moniert Grundstücksverkauf für Einheitsdenkmal

Ein so prägnanter Verkauf hätte nicht vollzogen werden dürfen, ohne zuvor das Abgeordnetenhaus zu informieren, meint Iris Spranger.

So sieht der Entwurf für das Einheitsdenkmal vor dem Berliner Schloss aus. Geplant hat es das Stuttgarter Büro Milla & Partner

So sieht der Entwurf für das Einheitsdenkmal vor dem Berliner Schloss aus. Geplant hat es das Stuttgarter Büro Milla & Partner

Foto: Milla&Partner / Sasha Waltz / dpa

Berlin hat das 3000 Quadratmeter große Grundstück neben dem Humboldt-Forum, auf dem das Freiheits- und Einheitsdenkmal gebaut werden soll, vor wenigen Tagen an den Bund verkauft. Iris Spranger, Finanzexpertin der SPD-Abgeordnetenhausfraktion, übt heftige Kritik am Verfahren. Ein so prägnanter Verkauf hätte nicht vollzogen werden dürfen, ohne zuvor das Abgeordnetenhaus zu informieren, sagte Spranger der Berliner Morgenpost.

„Das hätte der Anstand geboten“, erklärte sie und kritisierte damit indirekt Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD). Zudem habe Berlin in Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vielfach schlechte Erfahrungen gemacht, daher hätte ein Entgegenkommen der Bima ausgelotet werden können.

Eva Henkel, Sprecherin des Finanzsenators, verwies darauf, dass sich das Abgeordnetenhaus bereits 2015 mit dem Grundstücksverkauf befasst und ihm zugestimmt habe. Das Gelände sei auch nicht zu einem symbolischen Preis verkauft, sondern im üblichen Verfahren bewertet worden. Nach Morgenpost-Informationen lag der Preis im sechsstelligen Euro-Bereich.

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