Kulturszene

Weddinger Uferhallen verkauft - Künstler bangen um Ateliers

Für rund 27 Millionen Euro hat der denkmalgeschützte Gebäudekomplex an der Panke den Besitzer gewechselt. Das gefällt nicht allen.

Die Uferhallen in Wedding waren früher mal  Werkshallen der BVG

Die Uferhallen in Wedding waren früher mal Werkshallen der BVG

Foto: Sergej Glanze

Eine Investorengruppe hat die Uferhallen in Wedding aufgekauft. Hinter dem Deal steckt eine Gruppe Investoren, zu denen auch einer der Gründer des Unternehmens "Rocket Internet" gehört. Das berichtet die "Berliner Zeitung".

Die Uferhallen an der Panke stehen auf einem denkmalgeschützten Gelände und umfassen mehrere Gebäude. Der Kaufpreis soll laut "Berliner Zeitung" rund 27 Millionen Euro betragen, was drei Millionen Euro unter dem Marktwert liegt. Eine Bestätigung dafür gibt es noch nicht.

Der Eigentümer-Wechsel schürt Ängste unter der Weddinger Kunstszene. Rund 50 Künstler sind dort mit ihren Ateliers beheimatet. Ob sie zu den bisherigen Konditionen bleiben können, ist fraglich. Die Eigentümer versuchen, derartige Sorgen zu zerstreuen. Es gehe um eine "behutsame Weiterentwicklung ohne Eile" und "langfristige Investitionen", zitiert das Blatt Daniel Bormann, den Chef der Berliner Firma Realace.

Der Gebäudekomplex war früher ein Pferdebahnhof und wurde 1926 vom Architekten Jean Krämer umstrukturiert. Bis zum Jahr 2006 dienten die Hallen der BVG als Werkstatt.

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