Homophober Übergriff

Vier Männer greifen schwules Trio am Alexanderplatz an

Die Angreifer sollen die homosexuellen Männer bereits in der U8 belästigt haben. Nach dem Aussteigen verfolgten sie das Trio weiter.

U-Bahn am Alexanderplatz

U-Bahn am Alexanderplatz

Foto: rsc;cse / picture alliance / Arco Images

Drei junge Männer sind am Freitagmittag Opfer eines homophoben Übergriffs geworden. Das Trio, zwei 19-Jährige und ein 24-Jähriger, war in der U8 auf dem Weg zum Alexanderplatz, als sie nach eigenen Angaben von vier Männern angesprochen wurden. Einer fragte das Trio: "Warum seid ihr schwul?" Der Älteste antwortete daraufhin, dass es erlaubt sei, homosexuell zu sein. Daraufhin bedrängte das Quartett das Trio.

Die Männer stiegen dann wie geplant am Alexanderplatz aus, wurden aber von dem Quartett weiter verfolgt. Als das Trio darum bat, in Ruhe gelassen zu werden, sollen die Verfolger den 19-Jährigen und den 24-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben. Zwei Mitarbeiterinnen der BVG bemerkten die Angriffe und trennten die mutmaßlichen Angreifer von den Attackierten. Die vier Verdächtigen ergriffen die Flucht. Die Angegriffenen klagten über Schmerzen im Gesicht und erstatteten Anzeige.

Etwa eine Stunde nach der Anzeigenaufnahme erkannten die Attackierten einen der mutmaßlichen Angreifer am Alexanderplatz wieder und informierten die Polizei. Beamte einer Einsatzhundertschaft nahmen den 17-Jährigen vorläufig fest. Er wurde zur Gefangenensammelstelle gebracht und nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen. Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

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