Petition eingereicht

Gesellschaft fordert besseren Schutz des Brandenburger Tors

Berlins Wahrzeichen muss als Kulisse für Großveranstaltungen herhalten. In einer Petition wird nun ein besserer Schutz gefordert.

An dem Tor herrscht zu viel Rummel, sagt die Initiative

An dem Tor herrscht zu viel Rummel, sagt die Initiative

Foto: Paul Zinken / dpa

Das Brandenburger Tor wird nach Auffassung der Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft „fortgesetzt als Kulisse für Großveranstaltungen zweckentfremdet“ und leide zudem unter den Erschütterungen, die tonnenschwere Sattelschlepper, Bühnenaufbauten sowie die Musikbeschallung verursachten.

Um auf die Missstände aufmerksam zu machen, hat die nach dem Architekten des Tores benannte Gesellschaft am Dienstag beim Berliner Abgeordnetenhaus eine Petition eingereicht. In dieser fordert sie, dass das berühmteste deutsche Baudenkmal, das am Sonnabend 225 Jahre alt wird, künftig besser geschützt wird.

Mehr Achtung und Vorsicht gefordert

„Aus Anlass des Geburtstags fordern wir, dass das Tor jederzeit sichtbar, offen und frei zugänglich ist und der Blick vom Pariser Platz durch die Tordurchfahrten bis zur Siegessäule dauerhaft möglich ist“, sagt Frank Prietz, Vorstand der Carl-Gotthard-Langhans-Gesellschaft. „Als Berliner wollen wir das Tor sehen und durchqueren können“, so Prietz weiter.

Berlin sei es sich und der Welt schuldig, dieses einzigartige Bauwerk mit mehr Achtung und Vorsicht zu behandeln. Zudem gehöre der Blick durch das Brandenburger Tor, die Sichtachse vom Pariser Platz bis zum Tiergarten mit Siegessäule und darüber hinaus zum Denkmalbereich Brandenburger Tor. Immer wieder jedoch werde das Symbol für die Wiedervereinigung Berlins und die Einheit Deutschlands durch Bühnenbauten versperrt.

„Die Sondernutzungserlaubnis für Veranstaltungen auf der Straße des 17. Juni bis zum Brandenburger Tor kommt seit Jahren einer Dauernutzung als Veranstaltungsort gleich“, so der Vorstand der Gesellschaft. An mehr als 100 Tagen im Jahr sei die Straße des 17. Juni gesperrt, dabei könnten Großevents wie Fußball-Fanmeile und Silvesterparty auch an anderen Orten in der Stadt stattfinden.