Nahverkehr

Straßenbahn fährt ab Montag wieder über die Bösebrücke

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Thomas Fülling
Am 27. Juni ist es soweit: Dann fahren die Trams M50 und M13 wieder über die Brücke zwischen Wedding und Prenzlauer Berg.

Am 27. Juni ist es soweit: Dann fahren die Trams M50 und M13 wieder über die Brücke zwischen Wedding und Prenzlauer Berg.

Foto: Reto Klar

Die BVG beendet die Sanierung der Strecke zwischen Prenzlauer Berg und Wedding pünktlich. Insgesamt wurden 4000 Meter Schienen verlegt.

Gute Nachrichten für Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel. Von Montag an fahren die Straßenbahnen der Linien M13 und 50 wieder durch bis zum Virchow-Klinikum. Seit März waren die Linien stark verkürzt, weil die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die nach der Wiedervereinigung neu verlegten und inzwischen abgefahrenen Schienen zwischen Prenzlauer Berg und Wedding austauschen musste. Trotz eines „straffen Zeitplans“ konnten die Arbeiten planmäßig abgeschlossen werden, teilte die BVG am Donnerstag mit.

Die Verkehrsbetriebe nutzten für die Arbeiten eine ohnehin notwendige Sperrpause. Denn die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung lässt seit August vorigen Jahres die marode Bösebrücke sanieren. Die Überführung kann von Autos nur in einer Richtung genutzt werden. Ab dem 19. März war von der baubedingten halbseitigen Sperrung auch der Straßenbahnverkehr über die Brücke betroffen.

3,8 Millionen Euro hat die BVG für die Sanierungsmaßnahmen investiert

Die BVG machte aus der Not eine Tugend und zog die ohnehin an der Gleisstrecke nach Wedding geplanten Instandhaltungsarbeiten vor. Mehr als 4000 Meter Schienen wurden seit März neu verlegt, vor und hinter der Bösebrücke zudem zwei Weichen eingebaut. Die Gleisanlagen auf der Brücke wurden samt Unterkonstruktion von Grund auf erneuert.

Auch auf mehreren Streckenabschnitten entlang der Bornholmer, Osloer und Seestraße rückten die Bautrupps an. Gleise wurden ausgetauscht, außerdem an Kreuzungen die Asphaltdecke zwischen den Schienen erneuert, damit Autos und Zweiräder weiter holperfrei die Gleise queren können. Ausgaben in Höhe von 3,8 Millionen Euro hat die BVG für das gesamte Projekt eingeplant.

Einschränkungen im DB-Regionalverkehr der Linie RE 1

Während die Tram zwischen Prenzlauer Berg und Wedding ab Montag wieder rollt, müssen sich hingegen die Nutzer des Regionalverkehrs auf neue Einschränkungen einstellen. Aufgrund von Brückenarbeiten zwischen Fürstenwalde und Berkenbrück gibt es vom 26. Juni bis zum 6. Juli Fahrplanänderungen für die Züge der wichtigen Linie RE 1. Wie Bahn mitteilte, fallen alle auf der Relation Brandenburg/H. und Frankfurt (Oder) fahrenden Züge zwischen Fürstenwalde (Spree) und Frankfurt (Oder) aus und werden durch Busse ersetzt.

Die RE-Züge auf der Relation Magdeburg und Frankfurt (Oder) verkehren hingegen ohne Ausfälle. Die Züge in Richtung Berlin fahren allerdings bis zu zehn Minuten früher ab. An einigen Tagen fallen einzelne Züge zusätzlich auch zwischen Erkner und Berlin Ostbahnhof aus. Die Bahn empfiehlt, sich rechtzeitig zu informieren und gegebenenfalls eine frühere Verbindung zu nutzen.