Mitte

Historischer Schlepper in Berliner Hafen schwimmt wieder

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Foto: Jan Hollitzer

Im Historischen Hafen am Märkischen Ufer in Berlin-Mitte schwimmt der Schlepper „Barbarossa“ wieder. Er war am Vortag leck geschlagen.

Ein historischer Schlepper ist in Berlin-Mitte am Montag leckgeschlagen und teilweise gesunken. Die Feuerwehr verhinderte am Montag mit schwerer Technik, dass das Schiff komplett unterging. Nun ist das Schiff gesichert und schwimmt wieder.

Warum Wasser eindrang, war zunächst unklar. Hafenmeister Max Hiller vermutete ein kaputtes Ventil als Ursache. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers konnte der Schlepper „Barbarossa“ am Nachmittag dem Besitzer „schwimmend“ übergeben werden.

Die Einsatzkräfte waren am Montagmorgen zum Historischen Hafen am Märkischen Ufer gerufen worden. Das Schiff lag zunächst schief im Wasser – zu sehen war nur noch das Führerhaus. Mit zwei Kränen hob es die Feuerwehr aus dem Wasser, damit das Leck abgedichtet werden konnte. Vor Ort waren auch Taucher.

Pumpen verhindern Sinken

Mit Pumpen verhinderte die Feuerwehr ein Volllaufen des Schleppers. Nach Angaben Hillers ist die Inneneinrichtung stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Am Nachmittag war unklar, ob auch der Motor beschädigt ist. Hiller rechnet mit einem Schaden zwischen 10.000 und 15.000 Euro.

„Barbarossa“ war vor 104 Jahren als Dampfschiff gebaut worden. Später wurde der Schlepper umgebaut – und sei bis zuletzt fahrtüchtig gewesen, erzählte Hiller. Erst vor einer Woche sei das Schiff, das in Privatbesitz ist, von seinem Winterplatz in den Historischen Hafen gefahren worden. Auch am Sonntagabend sei noch alles in Ordnung gewesen, sagte der Hafenmeister. Das Boot sollte demnächst saniert werden.

Im Historischen Hafen liegen nach Angaben Hillers 30 alte Schiffe. Verantwortlich für den Hafen ist die Berlin-Brandenburgische Schifffahrtsgesellschaft.

Die Feuerwehr richtete rund um den leckgeschlagenen Schlepper eine Ölsperre ein. Kraftstoffe sind den Angaben zufolge aber nicht ausgetreten. Die Berliner Feuerwehr wird im Jahr bis zu 15 Mal zu leckgeschlagenen Schiffen gerufen.

( dpa/mim )