Stadtentwicklung

Erste Eigentumswohnungen in Europacity sollen 2015 stehen

Die Jury hat den Wettbewerbssieger für Neubauten am Berliner Hauptbahnhof gekürt. Entstehen sollen Häuser mit starker Verbindung zur Kunst.

Foto: Léon Wohlhage Wernik

Die Unternehmenszentrale des Mineralölkonzerns Total ist schon da, die Deutschlandzentralen von 50Hertz, der Ernst Basler + Partner AG sowie der Edel AG sind im Bau. Jetzt sollen auf dem Areal in Berlin-Mitte nördlich des Hamburger Bahnhofs endlich auch die ersten Wohnungen entstehen.

Zwischen Hauptbahnhof und Heidestraße, unmittelbar am Schifffahrtskanal und hinter dem "Kunst-Campus" gelegen, wird die Groth Gruppe rund 120 Eigentumswohnungen errichten.

Zielgruppe sind "Kunstliebhaber und Bewohner, die die Ruhe am Wasser genießen, aber auch das urbane Leben und die Nähe zum Hauptbahnhof suchen", so Klaus Groth, Geschäftsführer der Groth Gruppe. Am Dienstag stellte Groth gemeinsam mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher die Architektur des ersten Wohnhauses im Entwicklungsgebiet der Europacity vor.

Ein Quadratmeter der Eigentumswohnungen kostet 4500 Euro

Nachdem im Dezember 2012 der städtebauliche Wettbewerb für den Kunst-Campus abgeschlossen worden war, waren sechs Architekturbüros eingeladen worden, ihre Architektur für das "Wohnen am Kunst-Campus" zu präsentieren. Jurymitglieder waren unter anderen die Senatsbaudirektorin, Vertreter des Bezirkes sowie der Groth Gruppe.

Léon Wohlhage Wernik Architekten überzeugten die Jury. Ihr Entwurf, der "durch seine intelligente Konzeption keine Vorder- und Rückseite ausbildet, sondern sich dem späteren Stadtplatz ebenso repräsentativ wie der Promenade am Wasser zuwendet", überzeugte, heißt es in der Wettbewerbs-Mitteilung.

Die gläserne Fassade nehme die Transparenz des Wassers auf und verspreche durch die gezackte Anordnung der Balkone spannende Blickbeziehungen. Die Ausstattung der Wohnungen werde hochwertig sein, so Groth. Für einen Kaufpreis ab 4500 Euro pro Quadratmeter erwarte die künftigen Eigentümer im großzügigen Foyer zudem ein eigener Doorman Service.

Besonderheit: starke Verbindung zur Kunst samt Galerien

Besonderheit der Häuser sei die starke Verbindung zur Kunst, so Groth weiter. "In den Galerien im Erdgeschoss werden Galerien einziehen", sagte Groth. Die Ansiedlung von Galerien sei "an diesem Standort gleich hinter dem Hamburger Bahnhof eine Herzensangelegenheit".

Die Miete für die Galerieräume werde fünf Euro pro Quadratmeter betragen. Alle vier Eigentümer – also auch die drei Unternehmen, die ebenfalls am Kunst-Campus in ihre Firmenzentralen investierten, hätten die Integration der Galerien von Beginn an in die Planungen einbezogen.

Auf Grundlage der derzeitigen Planungen ist ein Baubeginn Anfang 2014 vorgesehen, sodass die Wohnungen Ende 2015 bezugsfertig sein sollen. Zeitgleich mit dem Wohnhaus sollen dann auch die drei Unternehmenszentralen fertig werden. Insgesamt will die Groth Gruppe für das "Wohnen am Kunst-Campus" 50 Millionen Euro investieren.

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