Gutachten

Wie lange hält die Siegessäue noch durch?

Der Zustand der mit dem Auftritt des Noch-Nicht-Präsidenten Barack Obama weltberühmt gewordene Siegessäule soll nun geprüft werden. Zur Sanierung des Berliner Wahrzeichens sind 3,14 Millionen Euro bewilligt. Das Gutachten wird zeigen, ob die Summe reicht.

Rost, bröckelnder Putz und Graffiti verunstalten die Siegessäule am Großen Stern im Tiergarten. Deshalb beginnen Experten heute damit, die Schäden am berühmten Berliner Wahrzeichen zu begutachten.

Seine Sanierung soll nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 2010 beginnen. Zuvor seien umfangreiche Untersuchungen erforderlich. Dabei soll bis zum 19. Februar eine Hubbühne mit einer Höhe von 100 Metern zum Einsatz kommen.

Nach Auskunft von Mittes Wirtschaftsstadtrat Joachim Zeller (CDU) sind 3,14 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt trägt den Namen "Touristische Erschließung des Großen Stern in Tiergarten". 2,83 Millionen Euro werden aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur bereitgestellt. Man habe mit der Senatsverwaltung eine Vereinbarung darüber getroffen, dass die Landesbehörde die Federführung bei der Sanierung hat. 2011 sollen die Arbeiten an der Siegessäule abgeschlossen sein. Zeller hatte die Sanierung des Denkmals schon vor Jahren vehement eingefordert.

Die Siegessäule war 1873 zur Erinnerung an die preußischen Feldzüge gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) auf dem Königsplatz, dem heutigen Platz der Republik, aufgestellt worden. Während der NS-Zeit wurde sie aufgrund der Pläne von Albert Speer für die Reichshauptstadt "Germania" 1938/39 auf den Großen Stern verlegt.