Umweltschutz

Erster Klimaschutzpreis in Marzahn-Hellersdorf vergeben

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Peer Hauschild
Nadja Zivkovic (l.) mit den Preisträgern des Klimaschutzpreises.

Nadja Zivkovic (l.) mit den Preisträgern des Klimaschutzpreises.

Foto: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat einen Klimaschutzpreis vergeben. Teilnehmen konnten Projekte, die einen Nutzen für die Allgemeinheit haben.

Berlin. Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr ein Klimaschutzpreis vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf vergeben. Nadja Zivkovic, Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen, ehrte die drei Preisträger am 23. September im Umweltbildungszentrum am Kienberg.

Bewerben konnten sich Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Unternehmen, Vereine, Schülerinnen und Schüler sowie Institutionen, die im Bezirk tätig sind und in den letzten vier Jahren ein eigenes Projekt zum Umwelt- und Klimaschutz realisiert haben. Dabei war es wichtig, dass die Projekte keinen rein privaten Nutzen haben, sondern auch der Allgemeinheit zugutekommen.

1000 Euro Preisgeld in jeder Kategorie

Insgesamt gab es drei Kategorien: Unternehmen und Institutionen, Kinder und Jugendliche und private Initiativen und Vereine. Für jede Kategorie war ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro ausgeschrieben worden. In der Kategorie „Kinder und Jugendliche“ gab es vier Bewerbungen, für die anderen beiden jeweils drei.

Die Jury bildete das Energieteam. Es war im Rahmen des European Energy Award im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden. Die Gewinner wurden von den Jurymitgliedern nach den Kriterien Innovation, Klimaschutzwirkung und gesellschaftlicher Mehrwert ermittelt.

Eine Solaranlage mit recycelten Batterien

Gewinner der Kategorie „Unternehmen und Institutionen“ wurde die Eurabus GmbH mit ihrem Projekt „Nachhaltiges Bürohaus“. Das Unternehmen baut und betreibt vollelektrische Stadtbusse. Auf dem Dach ihres Bürohauses in Marzahn-Hellersdorf ließ die Firma eine Fotovoltaikanlage installieren. Diese wurde mit recycelten Elektro-Batterien gekoppelt („Second-Life Anwendung“).

Damit wird ein fast vollständig energieneutraler Bürobetrieb inklusive Heiz- und Klimatechnik möglich. Denn der in den Batterien gespeicherte Strom kann bei ausbleibendem Sonnenschein genutzt werden. Überschüssiger Strom, der nicht gespeichert werden kann, wird in das Berliner Stromnetz eingespeist. Seit der Inbetriebnahme konnten so 9,2 Tonnen CO2 eingespart werden.

Ein Tiny House aus ökologischen Materialien

Der Bürgergarten Helle Oase des Vereins KIDS CO g.e.V. gewann mit seinem Projekt „Tiny House“ den Preis in der Kategorie „Kinder und Jugendliche“. Bei dem Projekt handelt es sich um ein selbstgebautes Tiny House komplett aus ökologischen Materialien. Das Passivhaus steht ab sofort für kleine Workshops, als Foodsharing Standort und Basis für gemeinsame Koch-Aktionen zur Verfügung.

Mittelfristig soll im Tiny House ein sogenannter „Fairteiler“ installiert werden. Das ist eine Anlaufstelle für Lebensmittelretter. Sie organisieren sich über die Plattform Foodsharing.de und bewahren Lebensmittel aus Supermärkten, Bäckereien oder Restaurants vor dem Wegwerfen. Diese Lebensmittel können im Fairteiler abgegeben und kostenlos an bedürftige Personen verteilt werden.

Gemeinsam gegen den Müll

Gewinner der Kategorie „Private Initiativen und Vereine“ ist Clean Up MaHe mit der „Initiative Umwelt und Müllentsorgung“. Clean Up MaHe organisiert regelmäßig Müllsammelaktionen, die vor allem jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich zu engagieren. Darüber hinaus lernen sie Wissenswertes zu den Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Umgang mit Ressourcen. Um gegen die Vermüllung im Bezirk strukturiert vorgehen zu können, wurde ein regelmäßig tagender Stammtisch ins Leben gerufen. Hier tauschen sich die Teilnehmer mit anderen Initiativen über bestehende Probleme, neue Ideen und funktionierende Ansätze aus.

Weitere Preise wurden an zwei Unternehmen, an Kitas sowie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie an zwei Privatpersonen für ausgezeichnete Klimaschutzprojekte vergeben.