Marzahn-Hellersdorf

Bezirksbürgermeisterin: Zu wenig Impfstoff bei 2. Impfaktion

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Jan-Henrik Hnida
Am 17. Juli gab es wieder eine Impfaktion in Marzahn, für Zweitimpfungen. (Symbolbild)

Am 17. Juli gab es wieder eine Impfaktion in Marzahn, für Zweitimpfungen. (Symbolbild)

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Nach zweiter Schwerpunktimpfung in Marzahn beschwert sich Bezirksbürgermeisterin Pohle über zu wenig Impfstoff vom Senat.

Ihren zweiten Impf-Termin haben am Samstag, den 17. Juli, alle Bürgerinnen und Bürger erhalten, die bereits Anfang Juni bei der ersten Impf-Aktion in Marzahn-Hellersdorf dabei waren. Zusätzlich standen rund weitere 120 Dosen vom Impfstoff Johnson & Johnson zusätzlich zur Verfügung, von dem eine einmalige Impfung ausreicht.

„Dabei gab es weniger Impfstoff als vom Senat für Gesundheit angekündigt“, sagte Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf (Linke) am Montag gegenüber der Morgenpost. Das biete für die Bürgerinnen und Bürger aus Marzahn keine Impfgarantie. Zu einer Drive-in-Aktion wie in Lichtenberg, bei der sich Tausende Menschen aus ihrem Auto heraus impfen ließen, konnte Pohle noch keine detaillierte Aussagen machen, da erst in dieser Woche die Senatsverwaltung für Gesundheit einen entsprechenden Vorschlag vorlegen werde.

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1200 Moderna-Dosen für Zweitimpfung und 110 Dosen Johnson & Johnson verimpft

Wie bereits im Juni hatte der Bezirk ein am Otto-Rosenberg-Platz ein Mobiles Impfzentrum aufgebaut, in dem am Samstag über 1200 Dosen Moderna und 110 Dosen Johnson & Johnson vom Ärzteteam der Senatsverwaltung verimpft wurden. Somit bestand nicht nur eine sehr große Nachfrage auch nach der zweiten Impfung mit Moderna, die erst den vollen Schutz gewährleistet, sondern auch weitere Erstimpfungen konnten dank einem aufgestockten Ärzteteam verabreicht werden.

Bezirksstadträtin Juliane Witt (Linke), die die Impfaktion vor Ort für das Bezirksamt betreute, betonte das vorbildliche Verhalten: „Bei so einer großen Nachfrage und verantwortungsbewussten Umgang mit der Impfung freue ich mich besonders, dass wir in Bezirk dieses Angebot machen konnten - und das es wieder einmal so gut angenommen wurde.“

Rund 100 Helferinnen und Helfer waren wieder am Otto-Rosenberg-Platz im Einsatz

Rund 100 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, vom THW, dem Deutschen Roten Kreuz, der Bundeswehr, dem ärztlichen Team der Senatsverwaltung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bezirksamts (Ordnungsamt, Sozialamt und Katastrophenschutz) über Ehrenamtliche bis zu den Teams von Respekt und Halt, den Team vom Kinderzirkus Cabuwazi, dem Don-Bosco-Heim, die auch ihre Gebäude zur Verfügung stellten.