Prozesse

Diebstahl von "Goldnest" aus Grundschule: Prozess beginnt

Blick auf die Vogelnest-Nachbildung aus Feingold.

Blick auf die Vogelnest-Nachbildung aus Feingold.

Foto: dpa

Am Montag beginnt in Berlin der Prozess gegen einen 20-Jährigen. Von dem 28.000 Euro teuren Kunstobjekt fehlt weiter jede Spur.

Berlin. Rund zwei Jahre nach dem Diebstahl eines künstlichen Vogelnests aus Gold beginnt am Montag in Berlin der Prozess gegen einen 20-Jährigen. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in der Nacht zum 15. Mai 2019 das gesicherte Kunstwerk aus dem Foyer einer Grundschule im Ortsteil Biesdorf zusammen mit mindestens einem unbekannten Komplizen entwendet zu haben, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte.

In dem Prozess am Amtsgericht Tiergarten sind Diebstahl im besonders schweren Fall, Einbruchsdiebstahl, Diebstahl mit Waffen und Sachbeschädigung angeklagt. Um an das filigrane Exponat zu kommen, sollen die Täter laut Gericht mit einer Glassäge die schussfeste Vitrine zerstört haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der mutmaßliche Täter aus einem arabischstämmigen Clan durch ein Fenster in die Schule eingebrochen sein.

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Goldnest hat Wert von etwa 28.000 Euro

Das knapp ein Kilogramm schwere Goldnest im Wert von etwa 28.000 Euro ist laut Staatsanwaltschaft bis heute verschwunden. Ermittler vermuten, dass es ebenso wie die 2017 gestohlene 100-Kilo-Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum eingeschmolzen worden sein könnte.

Vor der Tat hatte es Hinweise auf deren Vorbereitung und eine interne Warnung bei der Polizei gegeben. Das Goldnest in der Glasvitrine war auch von außerhalb des Gebäudes gut sichtbar. Die Kriminalpolizei hatte nach dem Diebstahl zwei Wohnungen, ein Juweliergeschäft und ein Auto in Neukölln durchsucht. Der Diebstahl sei auch "eine Machtdemonstration" gewesen, sagte damals ein Vertreter der Staatsanwaltschaft.

( dpa )