Sanierung

Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz geht wieder in Betrieb

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Jan-Henrik Hnida
Andreas Geisel (SPD, 2.v.r.), Senator für Inneres und Sport eröffnete die sanierte Marzahner Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz mit Bezirksstadtrat Gordon Lemm (SPD, r.).

Andreas Geisel (SPD, 2.v.r.), Senator für Inneres und Sport eröffnete die sanierte Marzahner Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz mit Bezirksstadtrat Gordon Lemm (SPD, r.).

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Nach zweijähriger Sanierung des Schwimmbads in Marzahn sind die Arbeiten fertig. Mit Hygienekonzepts geht’s bald los.

Gut zwei Jahre Trockenzeit in Marzahn gehen zu Ende: Die Bauarbeiten zur Sanierung des 50-Meter-Schwimmbeckens in der Halle am Helene-Weigel-Platz in Marzahn sind abgeschlossen. Nach einigen Schwierigkeiten und baulichen Hindernissen laufen nun die Vorbereitungen für eine Wiedereröffnung. Bevor die Halle wieder geöffnet wird, muss jedoch noch ein Hygiene- und Betriebskonzept abgestimmt werden.

„Ich freue mich, dass mit dem Abschluss der Bauarbeiten eine der meist besuchten Schwimmhallen in Berlin wieder ans Netz gehen kann“, sagte Sportsenator Andreas Geisel am Montagmittag, den 21.6., in der Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz. Sie sei seit jeher nicht nur der sportliche, sondern auch ein gesellschaftlicher Mittelpunkt in Marzahn-Hellersdorf.

Sein Dank gelte allen, die die Sanierung politisch unterstützt, ermöglicht, geplant und umgesetzt haben. „Die BBB haben – trotz aller Schwierigkeiten, die uns die Pandemie aufgezwungen hat – sehr viel Engagement und Flexibilität bewiesen, um trotz Corona einen einwandfreien Betrieb der Bäder zu organisieren“, so Geisel.

Die Bauarbeiten erforderten einen viel größeren Aufwand als zunächst geplant. Der Grund dafür war die Bausubstanz des Schwimmbeckens, die sich als sehr viel schlechter herausstellte, als die Planer, Ingenieure und Handwerker erwartet hatten. „Diese Bauarbeiten haben uns alle sehr in Atem gehalten“, erklärt Dr. Johannes Kleinsorg, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe, „umso größer ist die Freude nun, dass es wieder losgeht.“

Die Schwimmhalle am Helene-Weigel-Platz ist der größte und wichtigste Dreh- und Angelpunkt für das Schulschwimmen, den Schwimmsport und das Schwimmen und Baden der Allgemeinheit. Vor der baubedingten Schließung besuchten rund 170.000 Gäste dieses Bad jedes Jahr. „Diese Zahl macht deutlich, wie wichtig dieses Bad für unseren Bezirk ist“, erklärt Sportstadtrat Gordon Lemm, „daher sind wir nicht nur sehr froh, dass es wieder losgeht, sondern auch sehr erleichtert, dass diese sehr schwierige und aufwändige Sanierung gelungen ist.“

Insgesamt sind nun 5,1 Millionen Euro investiert. Weil große Teile der ursprünglichen Bausubstanz entfernt werden mussten, konnten die Berliner Bäder-Betriebe bei dieser Gelegenheit einen historischen Baumangel beheben: Bisher war das Becken nicht exakt 50 Meter lang – ein Nachteil, vor allem für sportliche Schwimmerinnen und Schwimmer. Nun misst das Becken exakt die versprochene Länge.

Die neue Trennwand im Becken macht es nun möglich, die Hälfte der Schwimmbahnen auf jeweils 25 Meter zu verkürzen. So entstehen separate Bereiche für die Gäste: einige schwimmen sportlich auf 50 Metern Länge, andere eher gemütlich auf 25 Metern Länge und wieder andere haben nun einen eigenen Bereich, um ungestört an einem Aqua-Fitness-Kurs oder einem Schwimm-Kurs teilzunehmen.

„So schaffen wir Platz für die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden“, sagt Bad-Leiter Detlef Dille, der sich wie seine Stellvertreterin Ramona Sonntag sowie das ganze Team der Schwimmhalle auf die Eröffnung am Helene-Weigel-Platz freut. Dass sich etwas geändert hat, wird bereits im Eingangsbereich der Schwimmhalle deutlich. Ein neues Graffito am Eingang stimmt die Gäste auf den Schwimmbadbesuch ein und ein neu gestalteter Empfangstresen sorgt für eine frische Optik im Foyer.

Die Bauarbeiten in Marzahn und den Aufwand, der dahintersteckte, erklärt ein kleiner Film im You-Tube-Kanal der Berliner Bäder-Betriebe.