Freiwillige Feuerwehr

Mahlsdorfer Feuerwehr wartet weiter auf neue Wache

Über den Grundstückskauf wird weiter verhandelt. Die Finanzierung der neuen Wache steht ebenfalls noch aus.

Die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf braucht ein Grundstück für ihre neue Wache. (Symbolbild)

Die Freiwillige Feuerwehr Mahlsdorf braucht ein Grundstück für ihre neue Wache. (Symbolbild)

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Berlin. Ein Grundstück für die neue Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf ist eigentlich längst gefunden. Nach jahrelanger Standortsuche konnte man sich im Juni auf ein Grundstück einigen, das sich südlich einer noch nicht gebauten Planstraße, die die Straße An der Schule und die Landsberger Straße verbinden soll, befindet – östlich des dortigen Regenrückhaltebeckens. Viel ist seitdem allerdings noch nicht passiert, wie eine Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Linke) zeigt.

„Die Verhandlungen mit der TLG Immobilien AG dauern derzeit noch an und wir können dementsprechend keine neuen Resultate mitteilen“, sagt eine Sprecherin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) auf Nachfrage zum Kauf des Grundstücks. Die TLG hatte einen Verkauf bislang immer abgelehnt, da sie im Gegenzug die Erlaubnis erhalten wollte, ihre angrenzenden Grundstücken in Mischgebiete umzuwandeln. So könnte auf den als Gewerbegebiet klassifizierten Flächen auch Wohnungsbau ermöglicht werden. Das Bezirksamt hatte das jedoch immer abgelehnt, um keine Flächen, die für Gewerbe und Betriebe attraktiv sind, zu verlieren.

Finanzierung weder für Grundstück noch für Gebäude gesichert

Die planungsrechtliche Sicherung hat das Bezirksamt derweil kürzlich beschlossen. Die Fläche ist nun für den Bau einer XL-Feuerwehrwache auf 4500 Quadratmetern Fläche gesichert. Bis die Wache tatsächlich gebaut wird, könnte es trotzdem noch eine Weile dauern. Denn auch die Finanzierung ist noch nicht gesichert: „Eine finanzielle Vorsorge ist derzeit weder für das Baugrundstück noch für einen Ersatzneubau gegeben“, heißt es von Seiten der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Die Mahlsdorfer Feuerwehrmänner koordinieren ihre Einsätze also einstweilig weiter aus ihrem maroden Dienstgebäude in der Donizettistraße heraus. Die Wache ist eigentlich viel zu klein. Seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf im Jahr 1902 hat sich die umliegende Bevölkerung stark vergrößert. Zudem passen die neuesten Fahrzeuge nicht in die Garage, auch Übungen können auf dem Gelände nicht erfolgen. Anfang des Jahres musste die Wache ihren Dienst für zwei Wochen sogar einstellen, da im Gebäude akuter Schimmelbefall festgestellt wurde.

Fertigstellung würde zwei Jahre dauern

Der Anfragensteller, MdL Kristian Ronneburg, drückt seinen Unmut über den unklaren Zeitplan in einer Pressemitteilung aus. „Ich erwarte, dass der Innensenator den bisherigen Versprechungen Taten folgen lässt und die Finanzierung der neuen Mahlsdorfer Wache schnellstmöglich mit dem Finanzsenator klärt“, so der Linken-Politiker. „Der Bezirk setzt seinen Arbeitsauftrag derzeit engagiert um. Das beharrliche Eintreten des Bezirksamtes für den Erhalt des Gewerbestandortes ist gerade im Angesicht schrumpfender Gewerbeflächen besonders für kleine Unternehmen verständlich.“

24 Monate würde die Fertigstellung einer neuen Wache voraussichtlich dauern. Zunächst muss jedoch noch einiges geschehen, so die Innenverwaltung: Nach Festsetzung des Bebauungsplans, einem Grundstückserwerb und einer Übertragung in das Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB) sowie der Sicherung der Finanzierung für den Ersatzneubau kann mit dem Bau begonnen werden.