Halloween

Feuershow in Marzahn darf mit 300 Gästen doch stattfinden

Dem Jugendkulturzentrum „Klinke“ wurde eine Halloween-Feier untersagt. Mit Unterstützung aus dem Bezirk kann sie nun doch stattfinden.

In Marzahn gibt es am Sonnabend eine Feuershow im Freien (Symbolbild).

In Marzahn gibt es am Sonnabend eine Feuershow im Freien (Symbolbild).

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Berlin. Die Halloween-Feier des Marzahner Jugendkulturzentrums Klinke kann nun doch an diesem Sonnabend stattfinden. Das Team der Klinke wollte die Feuershow coronakonform im Freien, auf einer Fläche an der Bruno-Baum-Straße 72, stattfinden lassen. Doch die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hatte die Nutzung als Grundstückseigentümerin untersagt.

Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Infektionen habe man Bedenken angesichts einer Veranstaltung dieser Größenordnung gehabt, sagt Marlen Zielke, Pressesprecherin der BIM. „Als Eigentümervertreter der Liegenschaft verantworten wir auch die Vermietung dieser Freifläche.“

Daraufhin hatte das Jugendzentrum viel Unterstützung erhalten. Sowohl das Bezirksamt als auch die Nachbarn des Grundstücks hätten nach Ausweichflächen gesucht, erzählt Julia Dietz vom Jugendzentrum. Auch die SPD-Fraktion im Bezirk hatte sich eingeschaltet und eine Lösung gefordert.

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Halloween in Marzahn: Feier als „Maskenball“ angekündigt

„Die Veranstalter zeigen mit einem Event unter freiem Himmel und ihrem Hygienekonzept deutliches Verantwortungsbewusstsein“, so die jugend- und kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Jennifer Hübner. Kreative und kostenfreie Formate seien für Jugendliche gerade in der jetzigen Zeit besonders wichtig. „Veranstaltungen bedeuten immer Künstlerinnen zu organisieren, Anwohnerinnen zu informieren und unter Corona-Bedingungen natürlich auch ein Hygienekonzept zu schreiben. Da ist viel Engagement gefragt!“ Das Jugendkulturzentrum Klinke sei eine feste Größe in der Nachbarschaft, zu der das Bezirksamt sich bekennen müsse.

Die BIM und der Bezirk hielten schließlich Rücksprache, und die Veranstaltung konnte doch noch genehmigt werden. „Vom Veranstalter liegt inzwischen ein entsprechendes Hygienekonzept vor, welches durch den Bezirk und uns geprüft wurde“, so Zielke von der BIM. Maximal 300 Personen dürfen sich demnach zur selben Zeit auf dem Gelände aufhalten. Abstandsregeln müssen eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz muss getragen werden.

Für die Einhaltung der Maskenpflicht hat das Jugendkulturzentrum bereits selbst gesorgt und die Veranstaltung vorsorglich „Maskenball“ genannt. Tatsächlich getanzt würde aber nicht, meint Dietz vom Jugendzentrum. „Wegen des Namens kam aber bei den Jugendlichen der Wunsch auf, doch wirklich mal einen Maskenball zu geben.“

Musiker und Feuerkünstler stammen aus Marzahn

Am 31. Oktober wird nun eine Feuershow geboten. Die Gruppe „Feuerregen“ wird ab 18 Uhr ihre Kunststücke auf der Fläche an der Bruno-Baum-Straße zeigen. Dazu wird eine Band spielen, Ardens Aer, die im benachbarten ORWOhaus ihren Proberaum hat. Überhaupt kämen viele der Musiker und Artisten aus der Nachbarschaft und hätten früher das Jugendzentrum Klinke besucht, sagt Dietz.

Ein ähnliches Event hat die Klinke bereits zur Walpurgisnacht veranstaltet, bei der traditionell am 30. April ein „Hexenfeuer“ entzündet wird. Die Halloween-Feier findet nun zum ersten Mal statt, soll aber im nächsten Jahr wiederholt werden. Das Team des Jugendzentrums wünscht sich dafür eine besondere Location, verrät Julia Dietz. Am liebsten würde man die Feuershow oben auf dem Wolkenhain geben, der Aussichtsplattform am Kienberg.