Marzahn Nord

Familientreff Marzahner Blockhaus wird saniert

Am Neujahrstag brannte das Blockhaus im Norden Marzahns. Seitdem gibt es keinen Ersatz-Treffpunkt für Familien im Kiez.

Seit dem Brand am Neujahrstag darf das Blockhaus im Norden Marzahns nicht betreten werden.

Seit dem Brand am Neujahrstag darf das Blockhaus im Norden Marzahns nicht betreten werden.

Foto: Kinderring Berlin e.V.

Berlin. Das Marzahner Blockhaus „Sunshine“ am Clara-Zetkin-Platz wird saniert. Anfang Juli soll es voraussichtlich wieder nutzbar sein. Nachdem das Haus am Neujahrstag durch Brandstiftung schwer beschädigt wurde, musste es geschlossen bleiben. Seit 2013 wird das Blockhaus in der Wörlitzer Straße als Nachbarschaftstreff genutzt. Kinder und Eltern hatten sich hier regelmäßig getroffen, in den Schulferien wurden Schüler durch eine Elterninitiative betreut. In der Umgebung gibt es wenig öffentlich nutzbare Räume, das Blockhaus liegt im Quartiersmanagement-Gebiet Marzahn NordWest, das in diesem Jahr nach über 20 Jahren ausläuft.

Eltern wie Kinder vermissen das Angebot sehr, erzählt Marina Bikádi vom Kinderring Berlin e.V. Der Verein übernimmt die Verwaltungsarbeit und vertritt die Interessen der ansässigen Elterninitiative gegenüber dem Bezirksamt. „Es gab jetzt vier Monate keinen Treffpunkt im Kiez“, so Bikádi weiter. Verständnis dafür, dass die Sanierungsarbeiten sich so lange hingezogen haben, bestünde seitens der Anwohner nicht. Gleich nach dem Brand hatte der Kinderring Berlin unter Leitung von SPD-Fraktionsvorsitzender Jennifer Hübner eine Spendenaktion gestartet. 3613 Euro waren so innerhalb kurzer Zeit zusammengekommen.

Ausmaß der Schäden lange Zeit nicht klar

Doch lange Zeit war nicht klar, wie gravierend die Schäden am Blockhaus wirklich waren. Ob eine Sanierung ausreichen oder doch ein Neubau nötig werden würde, war ebenfalls ungewiss. Auf welche Summe sich die Arbeiten belaufen würden, blieb infolgedessen im Dunkeln. Seit einigen Wochen ist nun klar: 30 000 Euro werden für die Sanierung fällig. Aktuell würden die Brandschäden an der Außenwand beseitigt, erzählt Marina Bikádi. Das Dach müsse ausgetauscht werden, da Holzverkleidung sowie Wärmedämmung verbrannt seien. Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Lieferengpässe würde sich die Sanierung jedoch verzögern.

Der über die Plattform „betterplace.org“ gespendete Betrag muss übrigens nicht für die Sanierung verwendet werden. Die Maßnahmen konnten vollständig aus der Versicherungssumme beglichen werden, sagt Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD).