Jobcenter

Marzahn integriert berlinweit am meisten Arbeitslose

Das Jobcenter konnte 2019 knapp 30 Prozent der geförderten Arbeitslosen Arbeit verschaffen. Vor allem Geflüchtete waren motiviert.

Das Jobcenter in Marzahn-Hellersdorf konnte besonders viele Arbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren.

Das Jobcenter in Marzahn-Hellersdorf konnte besonders viele Arbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren.

Foto: Stefan Sauer / picture alliance / ZB

Berlin. Das Jobcenter im Bezirk hat 2019 erfolgreiche Vermittlungsarbeit geleistet: 29,7 Prozent der im vergangenen Jahr geförderten Arbeitslosen konnten in die Arbeitswelt integriert werden. Das ergaben vorläufige Zahlen des Jobcenters. Damit steht Marzahn-Hellersdorf 2019 berlinweit an erster Stelle. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent belegt der Bezirk hinter Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick nun den dritten Platz, was die niedrigste Arbeitslosenquote betrifft.

Erfolgreich vermitteln konnte das Jobcenter vor allem Alleinerziehende, Menschen unter 25 Jahren und Geflüchtete. „Bei Letzteren ist die Integrationsquote sogar höher als bei den Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit, was eine hohe Motivation zur Integration deutlich macht“, heißt es dazu von Seiten des Bezirksamtes. Marzahn-Hellersdorf beheimatet nach Lichtenberg die meisten Geflüchteten Berlins.

Über 30 Millionen Euro für Fördermaßnahmen ausgegeben

Hauptsächlich eingesetzt wurden die neuen Erwerbstätigen als Helfer. Gartenbau, Reinigung, Veranstaltungsservice, Verkauf, Küche und Büro waren dabei die häufigsten Einsatzfelder. Auch als Betreuungskräfte und Hauswarte konnten viele Arbeitslose eingesetzt werden.

31,3 Millionen Euro wurden 2019 zur Förderung von Arbeitslosen ausgegeben – ca. vier Millionen mehr als 2018. Das Bezirksamt zeigt sich optimistisch: „Diesen Menschen wurde eine Teilhabe am Erwerbsleben ermöglicht und damit eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt“, heißt es. „Und über 60 Prozent der Menschen, die eine Beschäftigung aufnehmen, behalten diese auch.“