Sanierungsbedarf

23 Millionen Euro für Polizeiabschnitt Cecilienstraße

Der marode Polizeiabschnitt 62 an der Cecilienstraße in Marzahn muss für 23 Millionen Euro saniert werden.

Ein Streifenwagen der Polizei (Symbolbild).

Ein Streifenwagen der Polizei (Symbolbild).

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance

Berlin. Eine kaputte Heizung, Stromausfall und mehrfach Einbrüche: Die Beamten des Polizeiabschnitts 62 an der Cecilienstraße 92 in Marzahn hatten es in der Vergangenheit nicht leicht. Insgesamt wird der Sanierungsbedarf des Gebäudekomplexes auf rund 23 Millionen Euro beziffert. Das geht aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Regina Kittler hervor. Demnach befänden sich die Gebäude zwar „in einem nutzbaren Zustand“. „Gleichwohl sind aufgrund des Alterszustands und des vorhandenen Sanierungsstaus Havarien auch in Zukunft nicht auszuschließen.“ In den Jahren 2015 bis 2019 seien 1,05 Millionen Euro in Instandsetzungs– und Erhaltungsarbeiten investiert worden.

Aktuell werde im Auftrag des Eigentümers, der landeseigenen Berliner Immobilien Management GmbH (BIM), die Trinkwasseranlage instand gesetzt. Das soll im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Der Neubau der neuen Schießanlage soll dann im dritten Quartal fertiggestellt sein. Die Bauarbeiten an der neuen Kfz-Sicherungshalle sollen ein Jahr später im dritten Quartal 2021 abgeschlossen werden. Ursprünglich war das noch für 2020 geplant. In den vergangenen Jahren wurde wiederholt in das Gelände eingebrochen, wurden beschlagnahmte Autos gestohlen oder angezündet.

Maroder Polizeiabschnitt: BIM sucht Ursache für defekte Heizung

Kurz vor Weihnachten fiel in Teilen der Gebäude die Heizung aus. „Aufgrund schwankender Druckverhältnisse kam es zu Versorgungsausfällen in einzelnen Gebäuden der Liegenschaft“, heißt es in der Antwort. Derzeit sei der hydraulische Ausgleich in der gesamten Anlage gestört. „Nach der eindeutigen Ursache wird aktuell gesucht.“ Mit der Fehlerermittlung habe man zwei Ingenieurbüros beauftragt und mit der Behebung mehrere Firmen. Solange werden die betroffenen Räume mit elektrischen Heizgeräten erwärmt. Ende Januar stellte die BIM außerdem mobile Heizcontainer auf dem Gelände auf.