Umweltschutz

Klimaschutz-Award: Marzahn-Hellersdorf will grüner werden

Neuer Klimaschutzbeauftragter nimmt Arbeit auf. Bezirk will mit dem European Energy Award ausgezeichnet werden.

Etliche Wohnhäuser sind bereits mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet wie hier am Helene-Weigel-Platz in Marzahn. Nun werden mithilfe der Klimaschutz-Auszeichnung weitere Schritte Richtung Umweltschutz unternommen.

Etliche Wohnhäuser sind bereits mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet wie hier am Helene-Weigel-Platz in Marzahn. Nun werden mithilfe der Klimaschutz-Auszeichnung weitere Schritte Richtung Umweltschutz unternommen.

Foto: Cathrin Bach Blick / imago stock&people

Berlin. Klimaschutz ist auch in den Berliner Randbezirken ein Thema: Marzahn-Hellersdorf hat nun einen eigenen Klimaschutzbeauftragten. Zuvor hatte der Bezirk lediglich eine externe Beraterin beschäftigt. Sechs weitere Bezirke haben bereits einen Klimaschutzbeauftragten fest angestellt. Matthias Rose soll nun dem Berliner Osten zu mehr Nachhaltigkeit verhelfen. Als erste Amtshandlung plant er, Marzahn-Hellersdorf den European Energy Award (eea) zu sichern.

„Wir haben vor wenigen Tagen den Fördermittelantrag bei der zuständigen Stelle der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gestellt“, sagt Rose. „Nun warten wir auf die Förderzusage, bevor wir mit dem Projekt beginnen können.“ Initiiert hatte die Teilnahme die Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen Nadja Zivkovic (CDU). Rose und seine Mitstreiter wollen ein bezirkliches Energieteam aus Vertretern verschiedener Fachbereiche bilden, sobald die Gelder freigegeben werden.

Ziele sollen bis 2023 umgesetzt werden

Mithilfe eines noch zu erstellenden Maßnahmenplans sollen die Klimaschutzaktivitäten für die nächsten Jahre vorgegeben werden. Bis Mitte 2023 ist das Projekt ausgelegt. „Im Moment befinden wir uns noch in einer frühen Phase und erarbeiten erste Projektideen“, sagt der neue Klimaschutzbeauftragte.

Auf dem Gebiet des Klimaschutzes sei der Bezirk bereits in der Vergangenheit umtriebig gewesen, hebt Rose hervor. „Drei Schulen in Marzahn-Hellersdorf wurden mit einer Photovoltaik-Dachflächenanlage versehen und weitere sollen folgen“, sagt der studierte Geograf, der selbst in Marzahn aufgewachsen ist. Auch alternative Mobilitätskonzepte will er weiter ausbauen.

Klimaschutz-Award als Chance für den gesamten Bezirk

Bei der Teilnahme am eea gehe es Rose jedoch gar nicht unbedingt um die Auszeichnung als europäische Klimaschutzkommune. „Wir wollen mit Hilfe eines externen eea-Beraters und eines effizienten Managementtools Klimaschutzmaßnahmen für den gesamten Bezirk realisieren“, sagt er.

Der European Energy Award wird seit Ende der 90er-Jahre europaweit verliehen. Ausgezeichnet werden Städte und Kommunen, die sich besonders um Klimaschutz verdient machen. Neben Marzahn-Hellersdorf nehmen auch Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau am Wettbewerb teil.