Feuerwehrwache

Schimmelbefall: Mahlsdorfer Feuerwehrwache geschlossen

Die Freiwillige Feuerwehr in Mahlsdorf kann vorerst keine Einsätze mehr übernehmen. Woher der Schimmel kommt, ist unklar.

Aus der Mahlsdorfer Feuerwehrwache rollen in nächster Zeit keine Einsatzwagen.

Aus der Mahlsdorfer Feuerwehrwache rollen in nächster Zeit keine Einsatzwagen.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Berlin. Mahlsdorf ohne Feuerwehr: Seit zwei Tagen ist die Wache der Freiwilligen Feuerwehr an der Donizettistraße geschlossen. Wegen Schimmelbefalls in der Fahrzeughalle können von dort keine Einsätze mehr starten.

Die Schließung kam scheinbar überraschend. „Am Dienstagabend waren wir noch alle in der Fahrzeughalle bei unserem Ausbildungsabend“, sagt ein Feuerwehrmann der Berliner Morgenpost. „Mittwochvormittag hieß es dann plötzlich: Ihr habt 30 Minuten, bevor wir um 12 Uhr alles dicht machen müssen.“

Die Schimmelkonzentration sei so hoch, dass ein Aufenthalt in der Halle gesundheitsschädigend sein könne, sagt Johanna Steinke, Pressereferentin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM). „Das hat ein Gutachter festgestellt. Die Feuerwehr hatte darum gebeten, dass eine Luftmessung in der Fahrzeughalle durchgeführt wird.“

Woher die Schimmelsporen kommen, ist noch nicht geklärt. Zwar ist das Dach der Halle undicht, doch feucht sei es darin eigentlich nicht, sagt der dort tätige Feuerwehrmann. „Die Heizung ist so stark, dass alle Klamotten immer sofort wieder trocken sind.“

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Kameraden aus der Umgebung löschen nun in Mahlsdorf

Wie lange die freiwilligen Feuerwehrmänner nun der Wache fernbleiben müssen, ist ebenfalls noch nicht klar. „Die Versorgung des Gebiets ist auf jeden Fall nicht gefährdet“, sagt Steinke von der BIM. „Umliegende Wachen übernehmen die Einsätze in Mahlsdorf.“

Der Schimmelbefall dürfte die langatmige Debatte um einen neuen Standort für die Mahlsdorfer Feuerwehr wieder anheizen. Schon seit Jahren sucht der Bezirk nach einem alternativen Grundstück, da die Mahlsdorfer Wache zu klein ist. Die CDU-Fraktion fordert nun, endlich auf dem nur einen Kilometer entfernten Grundstück An der Schule/B1/B5 eine neue Wache zu bauen. „Feuerwehr, Senat und wir als CDU haben den Standort immer befürwortet“, sagt Johannes Martin von der CDU Wuhletal. Das Bezirksamt müsse nun handeln.

Die TLG Immobilien AG, der das Grundstück An der Schule gehört, ist mit dem Bau einer Wache grundsätzlich einverstanden. Dann müssten dort aber auch Wohnungen gebaut werden dürfen, fordert das Unternehmen, was Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) bisher ablehnte. Man habe diesbezüglich spontan eine weitere Anfrage an den Senat gestellt, berichtet Martin.

Die Feuerwehrmänner hoffen nun auf eine schnelle Beseitigung des Schimmels. Wie aufwendig eine Sanierung wird, lässt sich noch nicht sagen, meint Johanna Steinke. „Womöglich reicht es auch, dort nur eine Reinigung durchführen zu lassen.“