Marode Dienstelle

Polizei in Marzahn muss seit Wochen ohne Heizung auskommen

Vor Weihnachten fiel die Heizung im Polizeiabschnitt 62 aus. Radiatoren und mobile Heizungscontainer sorgen für Wärme.

Die Heizung ist in einigen der betroffenen Gebäude weiterhin defekt. (Symbolfoto)

Die Heizung ist in einigen der betroffenen Gebäude weiterhin defekt. (Symbolfoto)

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Kurz vor Weihnachten wurde es kalt in einem Teil der Gebäude des Polizeigeländes an der Marzahner Cecilienstraße. Einen Monat später ist die Heizung im Abschnitt 62 immer noch nicht vollständig repariert. Nach wie vor fällt in einigen der rund 40 Häuser auf dem 17.000 Quadratmeter großen Areal die Wärmeversorgung phasenweise aus. In manchen Büros wurden daher elektrische Radiatoren aufgestellt.

Die würden nach wie vor benötigt, heißt es nun von der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), der das Gelände gehört. Außerdem seien nun Heizungscontainer vor den Gebäuden aufgestellt worden. Die würden mit Öl betrieben und erhitztes Wasser in das Heizungssystem pumpen, sagte BIM-Sprecherin Johanna Steinke.

Wann das defekte und in die Jahre gekommene Heizungssystem wieder funktioniert, könne man jetzt noch nicht sagen, so Steinke weiter. „Es ist sehr verzweigt und mehrere Kilometer lang.“ Teilweise gebe es Ablagerungen, weshalb die Rohre systematisch gereinigt werden müssten. Auch nicht mehr leistungsfähige Pumpen gelte es auszutauschen. „Dienstleister der BIM sind seit den Weihnachtsfeiertagen täglich im Einsatz“, sagte die Sprecherin.

Polizei in Marzahn weiter ohne Heizung: Stromausfall soll sich nicht wiederholen

Anfang des Jahres war die Dienststelle wegen eines Stromausfalls zeitweise geschlossen. Das Netz sei durch einen großen Radiator überlastet worden, der das Foyer beheizen sollte, sagte Steinke. „Das wird sich nicht wiederholen.“ Denn mittlerweile seien dort die Heizungscontainer im Einsatz. Nur in den Büros würden vereinzelt kleinere Radiatoren eingesetzt.

„Es ist gut, dass die BIM in der Zwischenzeit Anstrengungen unternommen hat, um den Dienstbetrieb zu ermöglichen“, sagte Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin. Er fordert allerdings einen klaren Maßnahmenplan, da diese Zwischenlösung nicht zum Dauerzustand werden dürfe. „Entweder muss man die bestehende Heizungsanlage komplett ertüchtigen oder endlich durch eine moderne und umweltfreundliche Lösung ersetzen.“